Nachrichten Kultur
Wenden, 21.11.2021

Liebeschaos im Heiratsvermittlungsbüro

Sauerlandtheater Hillmicke amüsiert mit der Komödie „Die Balkonszene“

Um den Härtefall Jeremy Grover (Peter Brucker) endlich loszuwerden, behauptet Ehevermittlerin Constance Beauchamp (Marlies Stracke), mit dem Earl of Harpenden (Frank Herberg) verheiratet zu sein.
Um den Härtefall Jeremy Grover (Peter Brucker) endlich loszuwerden, behauptet Ehevermittlerin Constance Beauchamp (Marlies Stracke), mit dem Earl of Harpenden (Frank Herberg) verheiratet zu sein.
Lorena Klein
Wenden/Hillmicke. Erstmalig hat das Sauerlandtheater Hillmicke am Samstagabend, 20. November, das neu einstudierte Stück „Die Balkonszene“ von John Chapman und Anthony Marriott in der Aula der Gesamtschule Wenden aufgeführt. Gleich zur Premiere begeisterte die erfrischende Komödie in drei Akten das Publikum, welches für einen Abend in das romantische Chaos eines exklusiven Londoner Ehevermittlungsbüros eintauchte. Auf die Premiere folgen drei weitere Aufführungen.

Constance Beauchamp, renommierte Heiratsvermittlerin, ist am Ende mit ihren Nerven: Einen derart anhänglichen und aufmüpfigen Klienten wie Jeremy Glover hat sie in all den Jahren ihrer stets erfolgreichen Arbeit noch nie erlebt! Der eigenbrötlerische Küstenschutzingenieur denkt doch tatsächlich, Miss Beauchamp selbst sei seine Traumpartnerin und ist hin und weg.

Aus lauter Verzweiflung behauptet Constance aus dem Augenblick heraus, sie sei in einer glücklichen Ehe mit dem Earl of Harpenden. Ein abgedrehtes Verwirrspiel rund um die Liebe und ihre Komplikationen beginnt - durchzogen von einzigartigem britischen Humor. Am Ende des Stücks findet jedoch jeder Topf - wenn auch anfangs unerwartet - seinen Deckel.

„Lachen kann nicht verkehrt sein!“

Die Aufführung überhaupt nach der einjährigen Zwangspause stattfinden zu lassen, sei eine Entscheidung gewesen, mit der sich das Sauerlandtheater im Voraus intensiv auseinandergesetzt habe, so Vorsitzender Meinolf Niklas. Die Aula der Wendener Gesamtschule biete jedoch die Möglichkeit, entsprechende Schutzmaßnahmen gewissenhaft umzusetzen.


Ein kurzweiliger und lustiger Abend sei außerdem vielleicht genau das, was sich die Leute momentan wieder so sehr wünschten, betont Niklas: „Lachen kann nicht verkehrt sein!“.

Die Pandemie brachte auch weitere Herausforderungen mit sich: Durch das Hin und Her konnten die Proben erst im September starten – ein paar Monate später als gewöhnlich. Von der Zeitknappheit und der komprimierten Arbeit, merkt man jedoch überhaupt nichts: Die talentierten Darsteller sprechen und agieren auf der Bühne, als hätten sie in ihrem Leben nie etwas anderes gemacht und ziehen das Publikum mit der unterhaltsamen Inszenierung sofort in ihren Bann.

Vor allem die gemeinsamen Proben im alten Hühnerstall in Hillmicke schweißten die Gruppe zusammen – da sind sich Meinolf Niklas und Regisseur Mario Hecken einig. Wie eine Familienzusammenkunft sei es schon fast, wenn sich die Hillmicker Schauspieler und alle anderen Mitwirkenden im Alter von 22 bis 57 Jahren mehrmals in der Woche zusammenfinden. Neu in der bunten Truppe ist dieses Jahr Madeleine Gurres in der Rolle der treuen Klientin Mrs. Meadows auf der Suche nach erneutem Liebesglück.

Starker Zusammenhalt, den man spürt

Auch hinter dem Aufbau und der Gestaltung der aufwendigen mobilen Kulisse sowie den Frisuren, der Maske und den technischen Angelegenheiten steckt eine Menge Arbeit, die nicht zu unterschätzen ist und wesentlich zum ganzheitlichen Gelingen der Aufführung beiträgt.

Diesen unglaublich starken Zusammenhalt spürt man auch als Zuschauer: Der Text sitzt, das Stück amüsiert und man hat einfach einen guten Abend - eine solch gelungene Aufführung auf die Beine zu stellen, schafft man als Ensemble nur in echter Teamarbeit.

Weitere Aufführungen

Wer das turbulente Schauspiel hautnah miterleben möchte, ist noch nicht zu spät dran: Auf die erfolgreiche Premiere folgen drei weitere Aufführungen am Sonntag, 21. November, ab15.30 Uhr, Samstag, 27. November, ab 19 Uhr, sowie Sonntag, 28. November, ab 15.30 Uhr in der Gesamtschule Wenden. Je nach Infektionslage, gelten die dann gültigen Coronaschutzverordnungen und entsprechende Nachweise sind unbedingt mitzuführen.

Ein Artikel von Lorena Klein

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