Nachrichten Politik
Finnentrop, 14. September 2020

Hohes Vertrauen in CDU Finnentrop

Nach 23 Jahren ist für Dietmar Heß als Finnentroper Bürgermeister Schluss

Jubel bei einer privaten Wahlparty der CDU Finnentrop.
Jubel bei einer privaten Wahlparty der CDU Finnentrop.
Foto: Nicole Voss
Finnentrop. Den Wahlausgang in Finnentrop hat Noch-Bürgermeister Dietmar Heß am Sonntagabend, 13. September, wohl erst einmal sacken lassen müssen. Er macht in Kürze Platz für Achim Henkel (CDU), der sich mit 64 Prozent der Stimmen eine deutliche Mehrheit in der Gemeinde holte. Christian Vollmert (Freie Wähler) holte 17,3 Prozent der Stimmen in Finnentrop. Auch im Rat gewannen die Christdemokraten einen Sitz hinzu.

Dietmar Heß hatte aus dem Amt heraus kandidiert. 2015 vertrauten noch 64,2 Prozent der Bürger auf den seinerzeit noch von der CDU aufgestellten Kandidaten. Diesmal griff Heß 18,7 Prozent der Stimmen ab. Er verlor 45,5 Prozentpunkte.
Dietmar Heß.
Heß ist seit 31 Jahren als Gemeindedirektor bzw. als Bürgermeister im Dienst. Er betonte, dass er seine Kandidatur ernsthaft betrieben und sich selbstverständlich ein anderes Ergebnis erhofft habe. „Ich kannte ja die Flächen, die andere in der heißen Wahlkampfphase zu Angriffsflächen gemacht haben.“

Er sah seine Niederlage sportlich, wünschte seinem Nachfolger Achim Henkel alles Gute und gratulierte zum Erfolg. „Es ist wie beim Fußball: In ein paar Tagen interessiert das Ergebnis keinen mehr“, so der scheidende Bürgermeister. Heß beendet politisches EngagementPolitisch gesehen soll nach mehr als 40 Jahren nun Schluss sein. „Das reicht. Ganz sicher!“, so Heß. Zu seiner beruflichen Zukunft möchte sich der 65-Jährige derzeit nicht äußern. Im Rathaus werde er nicht mehr so häufig zu sehen sein. „Bis zur Übergabe feiere ich erst einmal ganz viel Urlaub ab“, so Heß.Direktkandidat kratzt an 80 ProzentBei der Wahl des Gemeinderates wurde Burkhard Hömberg (CDU) im Wahlbezirk Fretter I besonders viel Vertrauen geschenkt. Er holte 79,9 Prozent der Stimmen. Viel Rückenwind erhielt auch Christiane Höveler (CDU) im Wahlbezirk Fretter II/Schöndelt: Sie holte sich 79 Prozent aller Wählerstimmen.

Vom Rückzug der UWG Finnentrop profitierten die Freien Wähler, die im Vergleich zur Ratswahl 2014 um 6,9 Prozentpunkte zulegten. Christian Vollmert entschied sogar ein Direktmandat für sich: Er gewann im Wahlbezirk Finnentrop III mit 44,3 Prozent der Stimmen. Die SPD verlor gegenüber 2014 mit 17,7 Prozent einen Prozentpunkt. Auf die Sitze im Rat wirkt sich das Wahlergebnis jedoch nicht aus.

Im Rat besetzt die CDU künftig 22 der 34 Sitze; die SPD und die Freien Wähler erhalten jeweils sechs Sitze. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,5 Prozent.
Ein Artikel von Nils Dinkel

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