Nachrichten Politik
Finnentrop, 25. Oktober 2020

Maßnahmen in der Corona-Krise

Nezahat Baradari spricht mit Gastronomen über aktuelle Lage

SPD-Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari (re.) kam mit Inhaberin Kerstin Mosch und Lars Martin (Dehoga) ins Gespräch.
SPD-Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari (re.) kam mit Inhaberin Kerstin Mosch und Lars Martin (Dehoga) ins Gespräch.
Foto: privat
Finnentrop. Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari nahm die sitzungsfreie Woche zum Anlass, um mit den Akteuren aus der Gastwirtschaft ins Gespräch zu kommen. Mit Lars Martin, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Westfalen, besuchte sie den Gasthof Steinhoff in Finnentrop.

Lars Martin bemerkte, dass er mit den Maßnahmen der Bundesregierung zwar zufrieden sei, jedoch seien diese ausbaufähig. Gleichwohl leide das Gastgewerbe mitunter am stärksten unter den Folgen der Pandemie.

Der Grund hierfür sei einfach: „In dieser Sparte kann einfach gespart werden, indem man Meetings auf digitale Plattformen transferiert oder Geschäftsessen absagt.“ Ohne die Soforthilfemaßnahmen des Bundes, wie Kurzarbeitergeldregelungen, die Soforthilfe und die Überbrückungshilfen könne sich die Branche nicht durch die Pandemie durchschlagen.  Kritik an bürokratischen Hürden Zu kritisieren seien bürokratische Hürden bei der Antragsstellung. Problematisch sei zudem, dass 450 Euro-Kräfte nicht von der Kurzarbeitergeldregelung profitieren und es einen Rückgang der Ausbildungsverträge von knapp 20 Prozent gäbe.

Die Mehrwertsteuersenkung hätte sich positiv auf die Gastronomie ausgewirkt, so Martin. Auch auf die Getränke müsse diese Regelung ausgeweitet werden, um somit auch den Kneipen unter die Arme zu greifen. Fünf-Personen-Regel mache es schwierig Kerstin Mosch, Inhaberin des Gasthofs Steinhoff in Finnentrop, berichtet über ihre Erfahrungen mit der Pandemie. Aufgrund der andauernden Ungewissheit habe sie große Sorgen, fortwährend ihre Fachkräfte zu erhalten.

Auf die Frage der Bundestagsabgeordneten, welchen Einfluss die Corona-Verordnungen auf das Tagesgeschäft hätten, antwortete Mosch: „Die neuen Corona-Verordnungen werden zusätzliche Schwierigkeiten mit sich bringen.“ Während sie davon ausgeht, dass die Sperrstunde auf ihr Tagesgeschäft keinen großen Einfluss haben wird, klagt sie über die Fünf-Personen-Regel. Diese hätte dazu beigetragen, dass sich immer mehr Menschen zu Hause statt in Restaurants treffen würden. Weiteres Konjunkturpaket? „Wir werden weiterhin helfen müssen. Ich gehe stark davon aus, dass ein weiteres Konjunkturpaket kommen wird. Wir haben Branchen, die durch den Corona-Schutzschirm des Bundes gar nicht oder kaum profitiert haben. Nun gilt es, sich auch um diese Unternehmen zu kümmern. Dazu gehören beispielsweise auch die Bezuschussung von Zelten oder Lüftungsanlagen“, so Baradari abschließend.
(LP)

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