Nachrichten Politik
Kirchhundem, 29.01.2021

Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

Kirchhundem will mit Regenbogenflagge ein Zeichen für Toleranz setzen

Kirchhundem will mit Regenbogenflagge ein Zeichen für Toleranz setzen
Pixabay
Kirchhundem. Die Gemeinde Kirchhundem möchte zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen. Dazu soll am 17. Mai am Rathaus eine Regenbogenflagge gehisst werden. Dem Vorschlag wurde mit einer Gegenstimme zugestimmt.

Dieser Tagesordnungspunkt sorgte bei den meisten Ausschussmitgliedern im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag, 28. Januar, für Freude. „Ich bin seit 2004 im Rat und habe mich noch nie so sehr über einen Punkt gefreut“, so Dr. Joachim Roloff (UK).

Peter Meyer (CDU) stellte, mit Unterstützung weiterer sechs Fraktionsmitglieder, den Antrag, an „IDAHOBIT“ (siehe Infokasten) teilzunehmen. Eine entsprechende Regenbogenflagge solle besorgt und am 17. Mai vor dem Rathaus gehisst werden. Damit setzte man ein Zeichen, so Meyer. Noch immer lebe jeder Dritte mit anderen sexuellen Neigungen versteckt und in vielen Ländern würden Menschen verfolgt.

Uneinigkeit in der CDU

Fraktionskollege Karl-Josef Cordes bestätigte, dass jeder das Recht habe, seine Sexualität ausleben zu dürfen, wie er möchte. „Wenn aber eine Minderheit meint, ihre Sexualität wie eine Monstranz vor sich hertragen zu müssen, dann wird hier eine Grenze überschritten.“ Mitglieder der CDU seien an ihn herangetreten, diese Idee zu verhindern. Er akzeptiere andere Lebensweisen, aber noch immer sei nur die Beziehung zwischen Frau und Mann normal.


Mike Warnecke von den Grünen stieß diese Aussage sauer auf, auch wenn jeder ein Recht auf freie Meinungsäußerung habe. Aber die Äußerung von Cordes sei „völlig am Zeitgeist vorbei“, so Warnecke.

UK unterstützt den Vorschlag

Bei der UK stieß der Vorschlag der CDU ebenfalls auf positive Resonanz. Christoph Henrichs: „Ich freue mich, dass so eine Idee aus den Reihen der CDU kommt.„ Auch er sei von einige Christdemokraten angerufen worden, dies zu verhindern. “Die Regenbogenflagge ist ein starkes Symbol für Toleranz und auch für Frieden. Dem schließen wir uns an.“

CDU-Fraktionschef Michael Färber betonte, dass die CDU geschlossen hinter dem Vorschlag stehe und er nur positives Feedback dazu erfahren habe. Die 200 Euro für die Flagge würden von der CDU gespendet, so Färber.

Zeichen des Zeitgeistes 

Auch Bürgermeister Björn Jarosz stellte sich hinter den Beschlussvorschlag. „Hätte mich einer gefragt, ob wir eine Regenboggenflagge am 17. Mai vor dem Rathaus hissen sollen, hätte ich gesagt `Ja sicher`.“ Es sei ein Zeichen des Zeitgeistes und die Gemeinde solle da die Vorreiterrolle übernehmen. Jarosz machte den Vorschlag, dass sich Ratsmitglieder, die wollen, an dem Tag am Rathaus zu einem Fototermin versammeln könnten.

Info

Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bzw. -feindlichkeit (englisch International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia, kurz IDAHOBIT) wird seit 2005 jährlich am 17. Mai von Homosexuellen, später auch Trans-, Bi- und Intersexuellen, als Aktionstag begangen, um auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen.


Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Transsexualität wurde erst 2018 mit dem Erscheinen der ICD-11 von der WHO als „Krankheit“ gestrichen.

Quelle: Wikipedia

Ein Artikel von Christine Schmidt

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