Nachrichten Politik
Wenden, 20.07.2021

Zukunfts-Werkstatt Ottfingen arbeitet Schulschließung auf

„Eklatantes Versagen der Politik und Fehlentscheidung mit teuren Folgen“

Panoramabild der ehemaligen Grundschule Ottfingen
Panoramabild der ehemaligen Grundschule Ottfingen
Dorf-Initiative Grundschule Ottfingen
Ottfingen/Wenden. Als eine „Fehlentscheidung mit kostspieligen Folgen“ bezeichnet der Verein Zukunfts-Werkstatt Ottfingen (ZWO) die 2016 erfolgte Schließung der Grundschule Ottfingen. In einem offenen Brief an den Wendener Bürgermeister Bernd Clemens und die im Gemeinderat vertretenen Fraktionen wirft die ZWO den Fraktionen und der Verwaltung eklatantes Versagen vor.

Um mit dem Thema Schulschließung in Ottfingen abschließen zu können, hält es die ZWO für unumgänglich, dass die in der Vergangenheit gemachten Fehler analysiert und Konsequenzen gezogen werden. In dem dreiseitigen offenen Brief von ZWO-Geschäftsführer Jürgen Wanski heißt es unter anderem:

„Die Geschichte der Ottfinger Grundschule wurde 2016 durch die Schließung beendet. Inzwischen ist es offensichtlich, dass dies eine Fehlentscheidung mit kostspieligen Folgen war. Der vor fünf Jahren aufgegebene Schulraum muss jetzt durch Anbauten in Wenden und Rothemühle neu geschaffen werden.

Schild an der ehemaligen Grundschule Ottfingen.

Die Kinder, die im kommenden Schuljahr eingeschult werden, waren vor fünf Jahren bereits geboren. Genau diese Kinder benötigen heute und morgen die fehlenden Klassenräume. Und genau diese Zahlen finden sich im Konzept, dass 2015 jedem Ratsmitglied sowie der Verwaltung übermittelt wurde. Im Nichtbeachten der aufgeführten Argumente liegt der wesentliche Grund für das politische Versagen. Die Fraktionen im Gemeinderat - mit Ausnahme der Grünen - haben eklatant versagt. Ebenso die Verwaltung.


Denn eine zwingend notwendige Plausibilitätsprüfung hätte die Zahlen aus dem Schulentwicklungsplan mehr als in Frage gestellt. Konnte oder wollte die Gemeindeverwaltung nicht mit Weitsicht planen? Jetzt muss/soll für 10 Millionen Euro der Raum geschaffen werden, der in Ottfingen geschlossen wurde.

Gebäude der ehemaligen Grundschule Ottfingen (Altbau).

Eine Schulschließung ist kein politisches Alltagsgeschäft, sondern ein sehr sensibler Vorgang, der nur auf transparenten und belastbaren Fakten vollzogen werden darf. Denn eine Schulschließung ist unumkehrbar und bitter für die jetzt Betroffenen und auch alle zukünftigen Generationen. Zudem hinterlässt sie eine klaffende Wunde in der gesamten Schullandschaft der Gemeinde.

Ironie des Schicksals ist, dass beginnend mit dem Jahr 2016 und den drei folgenden Jahren nahezu 100 Kinder in Ottfingen zur Welt kamen. Das konnte natürlich niemand ahnen, bedeutet aber, dass in Kürze eine komplette Einzügigkeit an der ehemaligen Grundschule vorbei zum Bus laufen muss, aufgeteilt auf zwei Schulstandorte und zudem am Standort Rothemühle noch in zwei Klassen verteilt.

Grundschule Dahl, ein Teilstandort der Düringerschule.

Bemerkenswert ist, dass die Schulaufsichtsbehörde auch in Lennestadt (Bilstein) und Olpe (Dahl) ähnliches vorhatte. In Lennestadt das Thema Schulschließung und in Olpe die Nichtgenehmigung einer 15-er Klasse. Anders als in Wenden haben sich die zuständigen Bürgermeister vehement dagegen gewehrt - und das erfolgreich.


Es gab keine zwingende Notwendigkeit, überhaupt eine Grundschule zu schließen, am wenigsten aber den größeren und besser ausgestatteten Standort. Nun müssen 10 Millionen Euro (reine Baukosten) investiert werden, die vermeidbar waren. Das sind ca. 500 Euro pro Einwohner oder, bezogen auf die 24 Mitglieder des Gemeinderates, die für die Schließung gestimmt haben, 416.666 Euro pro Ratsmitglied.

Verantwortung übernehmen

Für die notwendige politische Befriedung hilft es nicht, die gemachten Fehler zu verdrängen und ausschließlich „nach vorne zu schauen“. Daher müssen die Entscheidungsträger in der Politik, in der Verwaltung und der Schulaufsichtsbehörde Verantwortung übernehmen. Aufklärung bedeutet stets auch, solche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Fehler einzuräumen ist dabei nicht nur Mittel gegen Politikverdrossenheit, sondern auch Pflicht gegenüber dem Wähler.“

(LP)

Ausbildung in Wenden und Umgebung


Leonie Haase - Ausbildungskoordinatorin - Diplom-FinanzwirtIn
Leonie Haase
Ausbildungskoordinatorin - Diplom-FinanzwirtIn
Die Vorstellungsgespräche laufen

Da seit dem 12.03.2021 das Bewerbungsportal bereits geöffnet ist, laufen seit ca. einem Monat auch die Vorstellungsgespräche 🗣 für 2022.

Aktuell können diese leider nur online 💻 stattfinden, aber wir machen das B...

#weiterlesen
Lisann Solbach - Auszubildende
Lisann Solbach
Auszubildende
Noch 6 Monate bis zum Ausbildungsende

Für mein Lehrjahr und mich steht nun das letzte halbe Jahr der Ausbildung vor der Tür. Kaum zu glauben, wie schnell diese Zeit in der Sparkasse vergangen ist. ⏰

In den letzten zwei Jahren haben wir durch die vielen verschiedenen Ei...

#weiterlesen
Lena Klein - Auszubildende Industriekauffrau
Lena Klein
Auszubildende Industriekauffrau
Mein Alltag im Einkauf bei ISOWA

Hallo zusammen,

ich hoffe euch gehts allen gut!😊

Heute will ich euch von meinem Alltag bei der ISOWA GmbH erzählen. Ich befinde mich bereits seit Winter 2020 in meinem Einsatzgebiet, wo ich auch nach meiner Ausbildung übern...

#weiterlesen

Bildergalerie: „Eklatantes Versagen der Politik und Fehlentscheidung mit teuren Folgen“