Nachrichten Ratgeber Immobilien
Kreis Olpe, 11.11.2020

Ratgeber-Serie: Wertvolle Tipps vom Profi

Der optimale Preis: Immobilienverkauf mit intelligenter Preisstrategie

Ratgeber Immobilien, Peter G. Beuth
Ratgeber Immobilien, Peter G. Beuth
Sophia Poggel
Kreis Olpe. Zu welchem Preis eine Immobilie verkauft wird, hängt hauptsächlich von zwei Faktoren ab: erstens dem realen Wert der Immobilie und zweitens der Fähigkeit, diesen Preis in der Preisverhandlung mit Kaufinteressenten auch durchzusetzen. Für private Immobilienverkäufer ist es oft schwierig, die richtige Strategie zu finden. Was ist besser: den Preis hoch anzusetzen, um mehr Verhandlungsspielraum zu haben? Oder ihn niedriger anzusetzen und zu hoffen, dass sich die Interessenten überbieten? Peter G. Beuth zeigt Ihnen im neuen Beitrag der LP-Serie „Ratgeber Immobilien“ in Kooperation mit Garcia Immobilien aus Attendorn, was Sie beachten müssen.

Sein Haus zu verkaufen scheint heute einfacher als jemals zuvor. Bekannte Onlineportale bieten nicht nur eine öffentliche Plattform für jeden Verkäufer, sondern haben auch noch Funktionen übernommen, die früher ausschließlich einem Makler vorbehalten waren. Allerdings führt der Verzicht auf die Unterstützung eines Profis oft zu unbefriedigenden Ergebnissen.

Der Grund liegt in den meisten Fällen in den Verkäufern selbst, denn für die Eigentümer ist das eigene Haus nicht einfach nur eine Immobilie. Es war über viele Jahre ihr Lebensmittelpunkt und ist mit unzähligen Erinnerungen verbunden. Geht es dann darum, sich von all dem zu trennen und das Haus zu verkaufen, scheitern viele Privatverkäufer. Ihre Emotionalität führt oft zu unrealistischen Preisvorstellungen und mangelnder Sachlichkeit bei Verkaufsverhandlungen.

Immobilie bewerten lassen

Damit Sie Ihren Preis selbstbewusst vertreten können, müssen Sie zunächst einmal wissen, wie viel Ihre Immobilie aktuell wert ist. Ein Profi-Makler ermittelt den Wert Ihrer Immobilie unter Berücksichtigung aller Faktoren oder vermittelt Ihnen Gutachter, die eines der folgenden drei Verfahren anwenden:

Vergleichswertverfahren

Bei einem professionellen Gebäudegutachten wird häufig auf das Vergleichswertverfahren zurückgegriffen, wenn es für die betreffende Immobilienart eine gewisse Anzahl vergleichbarer Objekte gibt. Darunter fallen Eigentumswohnungen, unbebaute Grundstücke sowie Reihenhäuser.

Ertragswertverfahren

Beim Ertragswertverfahren wird der Marktwert einer Immobilie aus den Mieteinnahmen abgeleitet. Das Verfahren kommt also bei vermieteten Wohnungen und Gewerbeflächen zum Einsatz. Darunter fallen neben Mehrfamilienhäusern, Büro- und Geschäftshäusern auch Einkaufszentren, Parkhäuser und Logistikflächen.

Sachwertverfahren

Können Vergleichswertverfahren oder Ertragswertverfahren nicht angewendet werden, wird für die Ermittlung des angemessenen Verkaufspreises Ihrer Immobilie das Sachwertverfahren eingesetzt. Das komplexe Verfahren eignet sich insbesondere bei eigengenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern.

Immobilienwert gleich Verkaufspreis? Die richtige Preisstrategie

Viele private Verkäufer setzen oft einen höheren Verkaufspreis an, weil sie davon ausgehen, so mehr Verhandlungsspielraum zu haben. Diese Strategie geht jedoch meist nicht auf. Ernsthafte Interessenten kennen sich mit den Preisen aus. Die Immobilie wird gemieden und der Eigentümer verliert Zeit. Wenn Sie daraufhin den Preis senken, werden das viele weitere Interessenten mitbekommen, denn wer eine Immobilie in einer bestimmten Lage sucht, beobachtet entsprechende Inserate sehr genau. Eine Immobilie, die über längere Zeit im Angebot ist, dabei aber immer billiger wird, macht die meisten Interessenten zudem skeptisch.

Eine bessere Möglichkeit ist, Sie setzen einen Preis für Ihre Immobilie an, der ziemlich genau dem Marktwert entspricht oder sogar etwas darunter liegt. So lassen sich oft mehrere potenzielle Käufer für die Immobilie gewinnen. In der Regel ist bei dieser Vorgehensweise die Verhandlungsdauer kurz, Käufer entscheiden sich schneller für Ihre Immobilie und sind am Ende sogar bereit einen höheren Verkaufspreis zu bieten. Holen Sie sich für die Strategie am besten Rat bei einem Spezialisten mit fundierter Marktkenntnis in der Region.

Ein guter Preis trotz Mängeln?

Bereits beim letzten Besuch hat der Schornsteinfeger Ihnen gesagt, dass die Balken Ihres Daches in den nächsten Jahren erneuert werden müssen. Nun wollen Sie Ihr Haus verkaufen und wissen ganz genau: Wenn Sie diesen Mangel angeben, drückt das auf den Preis. Doch Vorsicht: Wer nichts sagt, muss später oft wesentlich mehr zahlen, da sich bekannte Mängel leicht in einem Rechtsstreit nachweisen lassen. Stattdessen ist es ratsam, sie schriftlich im Kaufvertrag festzuhalten, um sich vor einer späteren Haftung zu schützen. Deshalb ist eine professionelle Begutachtung durch einen Experten so wichtig. So erfahren Eigentümer nicht nur den Realwert ihrer Immobilie, sie bekommen auch eine Übersicht über alle Mängel am Haus, die sie im Kaufvertrag aufführen können.

Und das ist gleichzeitig auch die wichtigste Voraussetzung bei der Preisverhandlung: Souveränes Auftreten. Mit einer professionellen Wertermittlung brauchen Sie sich nicht davor zu fürchten, dass Interessenten versuchen, den Preis zu drücken, indem sie auf Mängel hinweisen. Denn darauf können Sie reagieren, indem Sie entgegnen, dass diese schon in den Preis mit eingeflossen sind.

Preis steigern mit drei einfachen Tipps

Modernisierung

Auch wenn Sie selbst an Ihrer Immobilie nichts verändern würden: Beim Verkauf kann eine Modernisierung zu einer großen Wertsteigerung führen. Was zu einer Modernisierung zählt, ist gesetzlich klar definiert, denn nicht alle Arbeiten am Haus sind gleich eine Modernisierung. Hierunter versteht man unter anderem energetische Sanierungen, das Anbringen einer Solaranlage oder Maßnahmen zur Barrierefreiheit.

Kleine Schönheitsreparaturen

Eine Immobilie, die gepflegt und modern aussieht, wird als hochwertiger empfunden. Die Faustregel: Mit möglichst wenig Aufwand und Geld einen möglichst großen Effekt erzielen. Wenn es um die Innengestaltung geht, haben Käufer oft ihren eigenen Geschmack und wollen sich Küche, Wandfarben und Böden selbst aussuchen und planen dies mit im Budget ein. Ist die Ausstattung in Ihrem Haus bereits so abgenutzt, dass sie wertmindernd wirkt, bietet es sich an, bei der Neugestaltung auf neutrale Elemente zu setzen.

Home-Staging

In einer leeren Immobilie können Käufer sich oft nur schwer vorstellen, welche Dimensionen die Räume tatsächlich haben und ob das eigene Sofa ins Wohnzimmer passt. Wer schon vor dem Verkauf aus der Immobilie auszieht, für den ist Home-Staging ein interessanter Kompromiss. Hierbei richten professionelle Inneneinrichter die Immobilie mit geliehen Möbelstücken ein. Ziel ist es, ein neutrales aber gleichzeitig wohnliches Bild zu erschaffen. Bei der Auswahl eines professionellen Home-Stagers ist die Hilfe eines Maklers von Vorteil. Dieser hat vertrauenswürdige Kontakte. Eine preiswertere Alternative im digitalen Zeitalter bietet die Möglichkeit des virtuellen Homestagings.

Beim Verkauf auf Nummer Sicher gehen und nicht unter Wert verkaufen

Wer nicht so viel Verhandlungserfahrung besitzt und auch nicht so vertraut mit der Lage am Immobilienmarkt ist, hat es in Preisverhandlungen schwer. Käufer können recht hartnäckig sein – schließlich geht es um viel Geld. Sich nicht verunsichern zu lassen, geht nur mit der nötigen Erfahrung.

Nach mehr als 20 Jahren am Immobilienmarkt hat Garcia & Co Immobilien einen objektiven Blick auf eine Immobilie und kann sie mit Fachkenntnis fundiert bewerten – nicht zuletzt auch weil wir laufend in regionale Marktanalyse-Tools investiert haben. Wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihre Immobilie, um Ihnen eine stressfreie Abwicklung des gesamten Verkaufsprozesses zu ermöglichen – und natürlich zum bestmöglichen Preis. Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gerne.

(LP)

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