Nachrichten Sport
Lokalsport, 04.05.2021

S04-Legende in Elspe unterwegs

Klaus Fischer ehrt Wolfgang Peine für 50-jährige Schalke-Mitgliedschaft

Klaus Fischer (rechts) ehrt Wolfgang Peine vom SSV Elspe für seine 50-jährige Treue zum FC Schalke 04. Ebenfalls auf dem Foto: Helga Michallik vom Vereinslokal Haus Hester.
Klaus Fischer (rechts) ehrt Wolfgang Peine vom SSV Elspe für seine 50-jährige Treue zum FC Schalke 04. Ebenfalls auf dem Foto: Helga Michallik vom Vereinslokal Haus Hester.
privat
Elspe. Wolfgang Peine vom SSV Elspe hat vom FC Schalke 04 nun eine Ehrung für seine 50-jährige Vereinstreue erhalten. Aus diesem Anlass reiste Klaus Fischer – eine Schalker Legende – ins Sauerland, der die „Knappen“-Ehrung vollzog.

Urkunde, Ehrennadel, Schalke-Trikot, ein blauweißes Blumenbukett, sein Buch „Fallrückzieher… und mehr“ und viele Döneken hatte er dabei, denn Fischer und sein Mitarbeiter Jan Kramer von der Mitgliederabteilung nahmen sich beim privaten Treffen beim Vereinslokal Haus Hester viel Zeit, um diesem für Wolfgang Peine denkwürdigen Datum gerecht zu werden.

„Wir gratulieren noch selbst“, meinte Fischer mit Blick auf einen Revier-Rivalen. „Das Trikot trägt leider die Unterschriften einer Abstiegsmannschaft, aber das bleibt selten“, versicherte Fischer.


Das Treffen unter coronagerechten Bedingungen, negative Tests, etc., war die zweite Ehrung an diesem Tag. Zuvor war das Duo in Warendorf zu einer weiteren 50er-Gratulation, „insgesamt haben wir in diesem Jahr 28 Termine in ganz Deutschland“, sagte Kramer.

„Die halbe Verwandtschaft wurde schon geehrt“

Der Elsper trat am 1. Dezember 1969 in der Verein ein, und ganz so ohne Gruppendruck erfolgte das nicht. „Mein Bruder Gerd ist seit 40 Jahren Kassierer der Leichtathletik-Abteilung der Schalker. Damals lud er zum Polterabend nach Gelsenkirchen, dazu kam auch der damalige S04-Vorstand; da musste ich eintreten“, grinst Peine.

Aber er wäre nicht 50 Jahre S04-Mitglied, wenn er nicht von Herzen Schalker wäre. Auch seine Schwägerin und der bald nachfolgende Neffe Christian - bei der Geburt angemeldet - sind seit 50 Jahren S04-Mitglieder. „Schalke hat bei uns schon die halbe Verwandtschaft geehrt, bei ihr war Olaf Thon“, sagt Wolfgang Peine.

„Mit Rudi Pöggeler habe ich mal zusammen trainiert“

Das zufällig auf dem Tisch liegende SSV-Vereinsheft mit dem früheren Gladbach-Spieler Rudi Pöggeler auf dem Titel, auch Pöggeler ein Elsper, weckt Klaus Fischers Interesse. „Mit Pöggeler habe ich mal fünf Tage zusammen trainiert, damals bei Borussia Mönchengladbach“, erinnert sich Fischer.


Hennes Weisweiler, Trainer der Fohlenelf, hatte Interesse an dem damals 18-jährigen Stürmer aus Zwiesel. „Ich fuhr mit der Bahn von Bayern nach Mönchengladbach, damals eine Weltreise, zum Probetraining. Ich war schnell, kopfballstark und schusstark mit beiden Füßen. Hinter dem Stadion Bökelberg lag noch ein Ascheplatz, auf dem trainiert wurde, aber dafür hatte ich keine passenden Schuhe“, erzählt Fischer. Der Ausrüster organisierte schnell ein Paar in Größe 42,5 - „Ich hatte aber Größe 43 und habe nichts gesagt.“

1860 statt Borussia Mönchengladbach

Die Quittung am nächsten Tag: zwei blaue Zehen. Weisweiler war von dem jungen Spieler angetan. „Du bist von Tag zu Tag besser geworden, sagte Hennes zu mir. Aber bleib noch ein Jahr beim SC Zwiesel, bist Du körperlich stärker geworden bist.“ Der Rest ist bekannt. Fischer unterschrieb bei 1860 München, etablierte sich schnell in der Bundesliga und wechselte zwei Jahre später zum FC Schalke 04.

Mit sehr gemischten Gefühlen schaut Klaus Fischer auf den heutigen Fußball: gescheiterter Versuch von großen Clubs, mit einer europäischen Superliga Geld zu schaufeln, der Abstieg seines Vereins, das nur bedingte Vergnügen, Bundesligafußball unter Pandemie-Bedingungen zu verfolgen. „Du kannst nicht ins Stadion, mit alten Weggefährten quatschen, die Zuschauer fehlen für die Atmosphäre, es ist so was von bitter, auch für kleine Vereine wie den SSV Elspe“, sagt Fischer. Ja, erwidert Wolfgang Peine. „Der Sonntag ist Fußballtag, Freundschaft wird beim SSV noch groß geschrieben und das Zusammengehörigkeitsgefühl.“

Traditionsmannschaft gastiert in Kirchhundem

Möglicherweise wird der Schalker Alt-Star im September wieder im Sauerland aufkreuzen, mit der S04-Traditionsmannschaft in Kirchhundem. Dort kennt er Walter Mennekes von der gleichnamigen Weltmarktführer-Firma für elektrische Steckverbindungen. „Mit Walter kann ich gut, ich war öfter zu seinen Geburtstagen hier“, erzählt Klaus Fischer. Wer weiß, vielleicht läuft das Rückfallzieher-Wunder sogar noch einmal selbst auf. Der 71-Jährige ist aber selbstkritisch: „Ich müsste vorher doch noch mal trainieren.“

(LP)

Ausbildung im Kreis Olpe


Nikolas Höniger - Personalwesen
Nikolas Höniger
Personalwesen
Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb 2021

Zum 9. Mal in Folge wurde unser Unternehmen nun als „ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ zertifiziert. 
Diese Zertifizierung wird jedes Jahr an Unternehmen vergeben, die in einem umfangreichen, anonymen Fragebogen für Auszu...

#weiterlesen
Michaela Springmann - Personalreferentin
Michaela Springmann
Personalreferentin
Grosshaus bei der Ausbildungsmesse 2021 – digital und dennoch persönlich

Unter normalen Umständen wären wir heute und morgen auf der Berufsmesse in der Olper Stadthalle zu finden gewesen – wie viele andere Veranstaltungen ist auch dieses Event mit hunderten Besuchern, Live-Gesprächen und persönli...

#weiterlesen
Christian Pickhan - Technischer Ausbildungsleiter
Christian Pickhan
Technischer Ausbildungsleiter
Wir sind dabei!

Aus real wird digital, aus persönlich wird virtuell: Wir sind dabei! Digitale Berufsmesse Olpe-Siegen 2021.

Da in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie leider keine normalen Berufsmessen möglich sind, treffen wir uns auf der v...

#weiterlesen

Bildergalerie: Klaus Fischer ehrt Wolfgang Peine für 50-jährige Schalke-Mitgliedschaft