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Olpe, 17.05.2021

Infostand von CSD-Verein Olpe und Aids-Hilfe

„Religiös motivierte Diskriminierung gibt es leider noch häufig“

Infostand von CSD-Verein Olpe und Aids-Hilfe am 17. Mai am Kurkölner Platz.
Infostand von CSD-Verein Olpe und Aids-Hilfe am 17. Mai am Kurkölner Platz.
Wolfgang Schneider
Olpe. Der Christopher Street Day-Verein Olpe ist der wohl jüngste Verein der Kreisstadt und hat am Montag, 17. Mai, erstmals öffentlich Flagge gezeigt. Genauer gesagt die Regenbogenflagge – passend zum Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT). In Kooperation mit der Aids-Hilfe Kreis Olpe und der Selbsthilfegruppe „Vielfalt – Olpe“ informierten Vereinsmitglieder an einem Stand am Kurkölner Platz über die Vielfalt der Lebensformen.

Aufklärung tue Not, meint Georg Schulte, Schriftführer des CSD-Vereins Olpe, denn: „Es gibt nach wie vor Diskriminierung und Ungleichbehandlung von Menschen, die lesbisch, schwul, bi-, inter- oder transsexuell sind.“ Man bemerke zwar, dass die Gesellschaft im Laufe der vergangenen Jahre etwas toleranter geworden sei, doch eine echte Willkommenskultur für Menschen mit einer von der Norm abweichenden sexuellen Ausrichtung gebe es nach wie vor nicht.

Infostand von CSD-Verein Olpe und Aids-Hilfe bei wechselhaftem Schauerwetter in Olpe.

„Gerade hier im Sauerland gibt es leider immer noch häufig eine religiös motivierte Diskriminierung“, so Schulte. Außerdem komme es vor, dass Menschen nach ihrem Outing von der kompletten Familie ausgegrenzt und verstoßen würden. Und wenn man als Schwuler mit seinem Freund händchenhaltend durch Olpe gehe, müsse man auch im Jahr 2021 mit bösen Blicken rechnen. „Es wird sogar demonstrativ vor einem ausgespuckt“, erzählt Schulte.

Er freut sich, dass an zahlreichen Rathäusern im Kreis Olpe am 17. Mai erstmals die Regenbogenflagge weht: „Das ist schon mal ein Zeichen für mehr Offenheit, auch wenn es eher symbolischen Charakter hat.“

Andreas Zimmer ist Sozialarbeiter bei der Aids-Hilfe.

Mehr Offenheit im Umgang mit sexuellen Ausrichtungen jenseits der Norm wünscht sich auch Andreas Zimmer, Sozialarbeiter der Aifs-Hilfe im Kreis Olpe. „Die Schulen sind oft ein Ort der Diskriminierung. Schüler haben nach dem Outing oft Schwierigkeiten“, weiß Zimmer aus zahlreichen Workshops und Infoveranstaltungen in den heimischen Schulen. Hier gelte es, Unwissenheit und Unsicherheit entgegenzuwirken und aufzuklären. „Wir wollen Wissen vermitteln über die Vielfalt der Lebensformen und die Leute stark machen und ihnen Mut machen.“

Ein Artikel von Wolfgang Schneider

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