Sondermann Brot schrumpft ab Oktober auf nur noch 50 Filialen und 475 Mitarbeiter

Verhandlungen über Struktur abgeschlossen


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Die typische Auslage einer Sondermann-Filiale. von Lafayette
Die typische Auslage einer Sondermann-Filiale. © Lafayette

Drolshagen. Die Geschäftsführung von Sondermann Brot hat die Mitarbeiter darüber informiert, dass die Gespräche und Verhandlungen über einen neue Unternehmensstruktur abgeschlossen worden sind. Ab Oktober betreibt Sondermann Brot mit Unternehmenssitz in Drolshagen nur noch gut 50 Filialen. Produktion und Logistik werden in einer Gesellschaft zusammengefasst. Die mittelständische Bäckereigruppe hat künftig nur noch 475 Beschäftigte.


Vor zwei Jahren hatte das Unternehmen noch etwa 780 Mitarbeiter und betrieb 100 Filialen. Im Kreis Olpe wird es künftig nur noch drei Sondermann-Filialen geben - und zwar in Frenkhausen, Olpe (Obi) und Rönkhausen. Der Filialbetrieb in Drolshagen läuft noch bis zum 30. September; die Filiale im Gerlingener Netto hat bereits geschlossen.
Angebot wird überarbeitet
Bis zum Weihnachtsgeschäft überarbeitet Sondermann Brot im Zuge der Neuausrichtung die Angebotspalette seiner Backwaren: „Der Ursprung von Sondermann Brot wurzelt im Bäckerhandwerk“, erklärt Geschäftsführer Hermann Sondermann. „An diese gute Tradition knüpfen wir an und entwickeln im Zuge unserer Neuausrichtung unser Sortiment Stück für Stück zeitgemäß weiter.“

In den vergangenen Monaten hat der stationäre Einzelhandel den größten Einbruch seiner Geschichte erlebt. „Der Verlust bislang verlässlicher ‚Anker‘ war maßgeblich dafür, dass wir unser Geschäftsmodell konsolidiert haben und eine gestraffte, wettbewerbsfähige Lösung verhandelt haben“, so Sondermann.
Insolvenzen 2011 und 2018
Im Zuge eines ersten Insolvenzverfahrens im Herbst 2011 beteiligte sich der Investor Lafayette Capital Partners bei Sondermann. Ende August 2018 hatte Sondermann für die Hälfte seiner Tochtergesellschaften Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt, um die mittelständisch geprägte Gruppe weiter zu sanieren.

Der Bäckereibetrieb erwirtschaftete damals mit 780 Beschäftigten in der Produktion und in gut 100 Filialen einen Jahresumsatz von knapp 20 Millionen Euro.
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