Nachrichten Wirtschaft
Finnentrop, 15. Februar 2019

Schließung Filiale in Schönholthausen

Volksbank Bigge-Lenne nimmt Stellung

Frank Segref, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation bei der Volksbank Bigge-Lenne.
Frank Segref, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation bei der Volksbank Bigge-Lenne.
Foto: privat
Schönholthausen. Zu einer Versammlung in die örtliche Schützenhalle hatte am Freitag, 8. Februar, Helmut Beule, langjähriger Bankdirektor der Volksbank Schönholthausen, geladen. Thema: Die Schließung der Volksbank Filiale im Jahre 2017 und deren Abwicklung. Beule ist davon überzeugt, dass man nicht fair von Seiten der Bank mit den Schönholthausern umgegangen sei. Einen zusammengestellten Fragenkatalog wollte er vor Ort mit Vertretern der Bank erörtern. Allerdings waren Vertreter der Bank nicht anwesend. LokalPlus sprach daher mit Frank Segref, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation bei der Volksbank Bigge-Lenne.

Laut Aussage von Helmut Beule hat er sie mehrfach zu der Versammlung am Freitag eingeladen. Warum blieben die Plätze der Volksbank leer?
Dazu muss ich Ihnen zunächst die Historie dieser Filialschließung seit Frühjahr 2017 erläutern. Denn bevor die Einladung zur Versammlung durch Herrn Beule erfolgte, haben wir bereits vor 1 1/2 Jahren sehr ausführlich mit Mitgliedervertretern, Kunden und der Öffentlichkeit und auch mit Herrn Beule transparent und offen kommuniziert: Am 26. April 2017 wurden unsere Mitgliedervertreter aus Schönholthausen und Fretter im Rahmen eines Vertreterstammtisches persönlich über den Schritt, die Filiale Schönholthausen zu schließen, informiert. An diesem Abend wurde sehr sachlich diskutiert. Die Mitgliedervertreter äußerten Verständnis für diesen Schritt der Bank. Außerdem wurde auch von unserer Überlegung, die Bargeldversorgung vor Ort zukünftig über den Raiffeisenmarkt bzw. eine Gaststätte vorzunehmen, berichtet. Leider haben beide Betriebe (sowohl Raiffeisen Attendorn als auch die Gaststätte) aus unterschiedlichsten Überlegungen heraus im Nachgang abgesagt.

Im Mai 2017 wurden alle Mitglieder und Kunden der Filiale Schönholthausen schriftlich per Post über die Schließung informiert. Unsere Mitglieder und Kunden wurden auch darüber informiert, dass die Bargeldversorgung nur über unsere eigenen Geldautomaten im Umfeld (Fretter, Rönkhausen, Bamenohl sowie über unser Kooperationsmodell im Einzelhandel, konkret in der Bäckerei Lennemann in Lenhausen) möglich ist.

Im Rahmen der begleitenden Presseberichterstattung, unter anderem auch über LokalPlus, wurden ebenfalls alle Bürger hierauf hingewiesen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2018 entwickelte sich dann ein reger Briefwechsel mit Herrn Beule, ehemaliges Vorstandsmitglied der Volksbank in Schönholthausen. Herr Beule äußerte wiederholt sein Unverständnis über die Schließung des Standortes. Wir haben unsere Beweggründe in mehreren Antwortschreiben sowie in einem persönlichen Gespräch gegenüber Herrn Beule erläutert. Auch der von Herrn Beule informierte Genossenschaftsverband bestätigte unsere Position.

Im Januar 2019 erreichte uns dann eine Einladung von Herrn Beule zu einem Gesprächsforum in der Schützenhalle Schönholthausen. Thema des Abends sollte neuerlich die Schließung der Filiale vor Ort zum Jahresende 2017 sein. Die Bürger des Dorfes wurden per Postwurfsendung durch Herrn Beule über die geplante Veranstaltung informiert. In Absprache von Vorstand und Aufsichtsrat haben wir von einer Teilnahme, vor dem Hintergrund der vorangegangenen Ereignisse, abgesehen. Aus unserer Sicht sind alle Argumente hinreichend ausgetauscht und erläutert worden. Das Verhalten von Herrn Beule ist für uns daher unverständlich.
Volksbanken und Raiffeisenbanken gehören ihren Mitgliedern und sind diesen durch den genossenschaftlichen Förderauftrag in ganz besonderer Weise verpflichtet. Die Interessen der Mitglieder rangieren vor der Gewinnmaximierung. Warum wurde dann die Filiale der Volksbank in Schönholthausen trotzdem geschlossen?
Zu Beginn des Jahres 2017 hat die Volksbank Bigge-Lenne gemeinsam mit Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, den Standort Schönholthausen zum Jahresende 2017 zu schließen. Die Gründe für diesen Schritt lagen auf der Hand:
Sehr geringe Frequenz der halbtags geöffneten Filiale, starke Nutzung unserer Online-Filiale durch die Kunden, der Geldautomat vor Ort zählte zu den am geringsten frequentierten Automaten im gesamten Geschäftsgebiet. Außerdem waren und sind wir in unmittelbarer Nachbarschaft mit einem weiteren Standort in Fretter vor Ort. Um eine „Aufnahme der Kunden“ am benachbarten Standort in Fretter zu ermöglichen, wurde diese Filiale ausgebaut. Darüber hinaus wurde die Filiale in Fretter ab Jahresende 2017 wieder ganztägig geöffnet. Zuvor war diese im halbtägigen Wechsel mit Schönholthausen geöffnet. Über alle Maßnahmen haben wir sowohl Kunden und Mitglieder, als auch die Öffentlichkeit sehr offen informiert.
Ist das Filialgebäude der Volksbank in Schönholthausen veräußert worden und wenn ja, was soll damit geschehen?
Das Gebäude ist zwischenzeitlich durch uns verkauft worden. Nach unseren Informationen möchte der Eigentümer Wohnraum schaffen.
Warum gibt es keinen SB Bereich in Schönholthausen?
Ein Geldautomat rechnet sich erst bei mindestens 40.000 Transaktionen im Jahr. Gut ausgelastet ist ein Gerät mit etwa 60.000 Transaktionen. In Schönholthausen erreichten wir rund 14.000 Verfügungen pro Jahr. Wir sind davon überzeugt, dass mit den nahegelegenen Geldautomaten in Fretter und Bamenohl und unseren Geld-Bring-Service die Schönholthauser Kunden einfach und bequem mit Bargeld versorgt werden. Der Geld-Bring-Service richtet sich übrigens an Kunden, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Ein Anruf beim KundenServiceCenter: 02721-1330 genügt. Beträge zwischen 250 und 1000 Euro „liefern“ wir unseren Kunden direkt nach Hause.
Laut Helmut Beule hätte nach der Fusion mit der Volksbank Grevenbrück alle zwei Jahre eine Mitgliederversammlung in Schönholthausen stattfinden sollen. Dieser Anspruch ist nach der Fusion mit der Volksbank Bigge-Lenne nicht mehr umgesetzt worden. Warum?
Die Bank hat über 47.000 Mitglieder. Vor diesem Hintergrund bitten wir um Verständnis, dass wir nicht in allen Orten Mitgliederversammlungen durchführen können. Stattdessen laden wir regelmäßig in den einzelnen Regionalbereichen der Bank zu Stammtischen für die Mitglieder-Vertreter ein. Diese haben wir auch für den Regionalbereich Schönholthausen-Fretter in den letzten Jahren einmal im Jahr vor Ort durchgeführt. So haben wir beispielsweise im Rahmen eines solchen Stammtisches im April 2017 die Mitglieder-Vertreter auch über die beabsichtigte Schließung der Filiale zum Jahresende 2017 informiert.
Werden Sie nochmals das persönliche Gespräch mit den Schönholthausern suchen?
Wir stehen unseren Mitgliedern und Kunden immer gerne für persönliche Gespräche zur Verfügung. Auch zu vermeintlich kritischen Themen. Wir sind allerdings davon überzeugt, dass die sachlichen Argumente bezogen auf die Schließung der Filiale Schönholthausen vor eineinhalb Jahren hinreichend ausgetauscht wurden. Wir haben danach keine weiteren Rückfragen oder Anmerkungen von unseren Kunden erhalten.

Übrigens bauen wir aktuell unsere digitalen Leistungen aus. Weil der Kunde es so möchte. Unsere Online-Filiale voba-bigge-lenne.de verzeichnet täglich über 5000 Besucher. Rund 1800 Anrufe werden durchschnittlich pro Tag im KundenServiceCenter abschließend bearbeitet. Das Verhalten unserer Kunden, im übrigen auch unserer Kunden aus Schönholthausen, hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert, darauf haben wir reagiert.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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