Nachrichten Wirtschaft
Wenden, 28.05.2021

Unternehmer wünschen sich Gewerbepark Rothemühle

„Wenn wir in der Gemeinde Wenden nichts finden, wandern wir ab“

Interessenten für Flächen im geplanten Gewerbepark Rothemühle meldeten sich am Donnerstag, 27. Mai 2021, zur Wort.
Interessenten für Flächen im geplanten Gewerbepark Rothemühle meldeten sich am Donnerstag, 27. Mai 2021, zur Wort.
Wolfgang Schneider
Rothemühle/Wenden. Zahlreiche kleine Firmen und Selbstständige sind händeringend auf der Suche nach geeigneten und bezahlbaren Gewerbe- und Lagerflächen in der Gemeinde Wenden. Sie hoffen darauf, dass die Pläne für den Gewerbepark Rothemühle verwirklicht werden, den zwei Investoren auf dem ehemaligen Firmengelände von Balcke-Dürr/Apparatebau Rothemühle schaffen wollen.

Das wurde am Donnerstagnachmittag, 27. Mai, bei einem Pressetermin auf dem weitläufigen Firmengelände deutlich. Nach Angaben der beiden Projektplaner Stefan Müller und Alexander Czenkusch gibt es 23 ernsthafte Interessenten, die sich auf dem Gelände ansiedeln und mehr als 100 Arbeitsplätze sichern oder schaffen wollen (LokalPlus berichtete).

Elf Firmenvertreter vor Ort

Ob das Gewerbepark-Projekt verwirklicht werden kann, steht allerdings noch in den Sternen. Es gibt auch Pläne, die meisten der alten Backsteinhallen abzureißen und das Terrain neu zu bebauen sowie Teile des riesigen Grundstücks zu renaturieren. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Wenden wurde eine Entscheidung über die künftige Nutzung vertagt.

Elf der 23 Unternehmen, die sich gerne im Gewerbepark ansiedeln möchten, machten während des Pressetermins am Donnerstag klar, wie dringend sie Flächen brauchen und dass sie möglicherweise in andere Kommunen abwandern müssen, wenn es keine schnelle Lösung gibt.

„Kann keine 3.000 Euro Miete zahlen“

Einer davon ist Frank Becker, Geschäftsführer der Firma Becker-Zaunsysteme. „Ich habe das Büro in Drolshagen, die Ausstellung in Gerlingen und das Lager in Rothemühle. Das ist zu verstreut und passt nicht für einen Fünf-Mann-Betrieb. Außerdem kriege ich mein Material im Wert von 20.000 bis 30.000 Euro nicht versichert, weil es draußen lagert. Das Gelände hier in Rothemühle ist astrein, passt von der Größe und vom Preis. Denn ich kann keine 3.000 Euro Miete im Monat zahlen.“


Mario Quast ist Garten- und Landschaftsbauer – zunächst im Nebengewerbe und seit 2019 als Selbstständiger. Mittlerweile hat er zwei Angestellte und würde gerne noch zwei weitere Mitarbeiter einstellen. Voraussetzung dafür sind aber geeignete Gewerbeflächen, denn die derzeitigen Kapazitäten in Schönau sind längst ausgereizt.

„Großes Problem für kleine Betriebe“

Quast: „Ich suche schon mehr als ein Jahr nach einem geeigneten Grundstück in der Gemeinde Wenden – ohne Erfolg. Da es keine bezahlbaren Gewerbeflächen zu kaufen gibt, würde ich gerne etwas mieten. Aber auch das geht so gut wie nicht. Es ist ein sehr großes Problem für kleine Betriebe, in der Gemeinde Wenden etwas zu finden. Deshalb wäre es toll, wenn das Projekt Gewerbepark Rothemühle verwirklicht würde. Die großen Industriegebiete passen für uns nicht. Wenn wir in der Gemeinde Wenden nichts finden, sind wir leider gezwungen, nach Siegen oder Drolshagen abzuwandern.“

Vitali Bauer ist Geschäftsführer des kleinen Maschinenbau-Unternehmens DMT Foundry. „Wir sind jetzt vier Mitarbeiter und wollen auf bis zu 20 aufstocken, wenn wir eine passende Halle finden. Wir arbeiten mit schweren Teilen und brauchen einen Kran. Eine geeignete Halle ist in der Gemeinde Wenden gar nicht zu bekommen oder extrem rar. Deshalb waren wir gezwungen, nach Freudenberg abzuwandern. Hier in Rothemühle gäbe es passenden Räumlichkeiten. Wir würden gerne hierher kommen, wenn der Gewerbepark verwirklicht wird.“

Das Gelände der ehemaligen Firma Apparatebau Rothemühle - hier ein Blick auf Halle 1 und ein Bürogebäude.

Darauf hofft auch Rene Keßeler von der Firma Schlander und Blum. Der Dienstleister für Qualitätskontrollen sitzt bisher in Bergneustadt. „Wir würden gerne nach Rothemühle kommen, denn die Lage hier ist zentral und günstig. Zudem wäre eine Kooperation mit der örtlichen Spedition gut. Wir könnten hier bis zu 40 Arbeitsplätze schaffen.“


Entscheidender Faktor für die meisten Firmenvertreter ist die Zeit. Die vier bis sechs Jahre, die für eine Umgestaltung und Neubebauung des Apparatebau-Grundstücks im Raum stehen, haben sie nicht. „Das kommt für uns nicht in Frage“, so Vitali Bauer. „Dann habe ich ein Alter, in dem das für mich langsam uninteressant wird“, pflichtet Mario Quast bei.

Ein Artikel von Wolfgang Schneider

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