13 Mio. Euro für schönere Innenstadt – und lange Debatte um teure Brücke

Olpe wird sich verändern


  • Olpe, 12.02.2026
  • Politik
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So soll sich nach den Vorstellungen der Planer die Olper Innenstadt entlang der Bigge einmal präsentieren von Landschaftsarchitekturbüro club L94
So soll sich nach den Vorstellungen der Planer die Olper Innenstadt entlang der Bigge einmal präsentieren © Landschaftsarchitekturbüro club L94

Olpe. Die Umgestaltung der Olper Innenstadt nimmt langsam Gestalt an. Das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“, kurz ISEK, soll die westliche Innenstadt als Biggequartier weiterentwickeln und an die Oberstadt im Osten und den Biggesee im Norden anbinden. Dazu sind mehrere Promenadenabschnitte vorgesehen.


Am Mittwoch, 11. Februar, hat der Stadtrat die Vorentwurfsplanung für die Brückenbauwerke der Promenaden I bis III sowie für den Abriss der Betonplatte (Bigge-Deckel) im Bereich des ehemaligen Busbahnhofs beschlossen.

Das ISEK ist in den aktuell zur Debatte stehenden Abschnitt 1.0 und den späteren Abschnitt 2.0 aufgeteilt. Das Planungsziel im ersten Teilabschnitt: Promenaden an beiden Uferseiten der Bigge zwischen dem Zusammenfluss von Olpe und Bigge im Süden bis zum Freizeitbad im Norden.

Die Planung für die Neugestaltung der Olper Innenstadt. Wo jetzt noch das Rathaus steht, sollen die Bigge-Terrassen angelegt werden. von Landschaftsarchitekturbüro club L94
Die Planung für die Neugestaltung der Olper Innenstadt. Wo jetzt noch das Rathaus steht, sollen die Bigge-Terrassen angelegt werden. © Landschaftsarchitekturbüro club L94

Die Offenlegung der Bigge im Bereich des ehemaligen Busbahnhofs ist dafür Grundvoraussetzung. Neue Brückenverbindungen zur gegenüberliegenden Seite des Quartiers, zum neuen Busbahnhof und – als Ersatz für die bestehende Fußgängerbrücke – am Freizeitbad gehören ebenfalls zum Planungsumfang.

Allein für das ISEK 1.0 werden die Kosten auf 13 Millionen Euro geschätzt. Dickster Brocken ist der Abriss des Bigge-Deckels, der mit voraussichtlichen Kosten von 4,7 Millionen Euro sehr viel teurer wird als zunächst geplant. Um diese Mehrkosten kompensieren zu können und den Kostenrahmen einzuhalten, wird der „Platz der Begegnung“ vor dem geplanten neuen Rathaus von ISEK 1.0 in ISEK 2.0 verschoben.

Hohe Kosten im Fokus

Die oben erwähnte geplante neue Brücke am Freizeitbad beschäftigte die Mitglieder des Bauausschusses und nun auch die Stadtverordneten besonders. Die ist als „Naturbrücke“ geplant und soll laut Kostenschätzung stolze 2,25 Millionen Euro kosten. Zu teuer, fand schon der Bauausschuss und beschloss mehrheitlich: „Die Freigabe für das Brückenbauwerk am Freizeitbad erfolgt mit der Maßgabe, die bisherige Planung durch eine kostenreduzierte Variante weiterzuentwickeln.“

Uwe Schmidt (UCW) sagte im Stadtrat, diese Änderung des ursprünglichen Beschlussvorschlages reiche nicht aus. Er forderte, die Planung für diese Brücke in der jetzigen Form aufzugeben. In der neuen Planung sollten ein höhengleicher Übergang statt eine Rampenbauweise sowie ein Verzicht auf Naturelemente die Vorgaben sein.

Die geplante Naturbrücke zwischen Freizeitbad (r.) und westlichem Biggeufer (mit Brauhaus, Extrablatt etc.). von Landschaftsarchitekturbüro club L94
Die geplante Naturbrücke zwischen Freizeitbad (r.) und westlichem Biggeufer (mit Brauhaus, Extrablatt etc.). © Landschaftsarchitekturbüro club L94

Volker Reichel (SPD) forderte einen kompletten Verzicht auf die neue Brücke: „Es soll eine optisch akzeptable und technisch intakte Brücke abgerissen werden. Da gehen wir nicht mit.“ CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Clemens sah das etwas anders: „Da muss eine neue Brücke hin – nicht sofort, aber in ein paar Jahren.“ Er betonte, die Brücke sei in der Vorplanung bereits kostenmäßig abgespeckt worden. Clemens beantragte für die CDU, bei der Planung und Ausführung der neuen Brücke die Weiterführung des Rad- und Fußweges zu berücksichtigen.

Dieser Antrag wurde nach längerer Diskussion mehrheitlich (24 Ja, 13 Nein) angenommen. Zuvor hatte der Antrag von Zahlina Janson (Grüne), die Brücke komplett aus der Planung zu nehmen, keine Mehrheit gefunden.

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