28.000 Euro gespendet: Lions Club-Adventskalender sorgt im April für Freude

Warenkorb, Schulen und Josefshaus erhalten Unterstützung


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Der Erlös der Adventskalender-Aktion des Lions Clubs Olpe-Kurköln wurde am Mittwoch, 15. April, überreicht und die bedachten Projekte vorgestellt (v.l.): Matthias Stücke, Steffen Wintersohl, Eva Maubach, Vivien Remmert, Christiana Enders und Dirk Rumpf. von Jana Becker
Der Erlös der Adventskalender-Aktion des Lions Clubs Olpe-Kurköln wurde am Mittwoch, 15. April, überreicht und die bedachten Projekte vorgestellt (v.l.): Matthias Stücke, Steffen Wintersohl, Eva Maubach, Vivien Remmert, Christiana Enders und Dirk Rumpf. © Jana Becker

Olpe/Sondern. 28.000 Euro – so viel Geld kann der Lions Club Olpe-Kurköln durch den Verkauf der traditionellen Adventskalender spenden. Die Aktion habe sich auch 2025 wieder großer Beliebtheit erfreut, berichtete Dirk Rumpf vom Arbeitskreis Adventskalender-Aktion des Lions Clubs bei der Spendenübergabe am Mittwoch, 15. April, im Hotel Diehlberg in Sondern. „Der Adventskalender war sehr schnell ausverkauft, innerhalb von Stunden.“


Der Adventskalender der Lions Clubs wird jedes Jahr im November vorgestellt. 2025 versteckten sich hinter den 24 Türchen 220 Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro. Den Erlös spendet der Lions Club Olpe-Kurköln an ausgewählte Projekte.

Einer der Spendenempfänger ist zum wiederholten Mal die Janusz-Korczak-Schule in Grevenbrück. Mit dem Geld aus der Adventskalender-Aktion wird seit einigen Jahren ein „Coolness-Training“ mit den Schülern absolviert. Coaches trainieren mit den Schülern und Lehrern den Umgang mit Aggression, die Wahrnehmung und die Kommunikation. „Das Training hat Ruhe in die Schule gebracht“, beschreibt Schulleiter Matthias Stücke die positiven Auswirkungen des Trainings.

Dort ist man so begeistert von den spürbaren Erfolgen, dass sich der Schulsozialarbeiter der Janusz-Korczak-Schule nun selbst zu einem „Coolness-Trainer“ hat ausbilden lassen. So kann das Training nun noch besser an die Bedürfnisse der Schüler angepasst und der Zeitraum angepasst werden.

Weitere „coole“ Schüler

Eine weitere Schule, die das „Coolness-Training“ dank der Spende des Lions Clubs anbietet, ist die Gesamtschule Wenden. Vivien Remmert, Lehrerin für Mathematik und Pädagogik, hat den Jahrgang neun dabei begleitet. „Es geht da schon ans Eingemachte“, weiß sie. „Es hat etwas mit den Schülern gemacht“, beschreibt Vivien Remmert den Effekt des Trainings, das an der Schule sehr gut ankommt. Der nächste Kurs sei bereits voll und es gab so viele Anmeldungen, dass nur die Hälfte angenommen werden konnten.

Das besondere sei die Praxis, das Konfrontative, sagt Steffen Wintersohl, Ganztag-Koordinator aus dem Schulleitungsteam der Sekundarschule Olpe. Auch hier wird das „Coolness-Training“ dank der Unterstützung des Lions Clubs angeboten. „Das hat die Kinder berührt und ist ihnen sehr nah gegangen. Jeder hat etwas daraus gelernt und mitgenommen.“

„Das hat die Kinder berührt und ist ihnen sehr nah gegangen. Jeder hat etwas daraus gelernt und mitgenommen”
— Steffen Wintersohl, Sekundarschule Olpe

Der Warenkorb Olpe freut sich ebenfalls über einen Spendenanteil. Das ehrenamtliche Team unterstützt monatlich knapp 1.000 Menschen. Es sei großes Glück, dass der Warenkorb so viel Unterstützung von den umliegenden Geschäften erhalte, jedoch müssten auch regelmäßig Waren zugekauft werden und das ginge nur mittels Spendengelder, erzählt Christiana Enders. Sie ist seit zwölf Jahren Teil des Warenkorb-Teams.

Zwar sei die Zahl der hilfsbedürftigen Menschen, die sich an den Warenkorb wenden, aktuell konstant, der Umgang jedoch rauer geworden. „Die stürmen uns die Bude“, berichtet sie. Deshalb spielen einige ehrenamtliche Männer manchmal Security und regeln den Einlass.

Eine Möglichkeit zum Auspowern

Das Josefshaus hatte im vergangenen Jahr eine Ausschreibung unter den 20 Wohngruppen eröffnet, mit denen Ideen für die Verwendung des Spendengelds aus des Adventskalender-Aktion gesammelt wurden. So wurde auch für die erneute Spende des Lions Club vorgegangen. Vermehrt sei dabei der Wunsch nach Fitnessgeräten von den Jugendlichen geäußert worden. Man könne allerdings nicht jede Wohngruppe mit eigenen Fitnessgeräten ausstatten, erklärt Einrichtungsleiterin Eva Maubach.

Die Lösung: Mit Hilfe der Spende sollen nun in der neuen Erlebnisscheune Fitnessgeräte aufgestellt werden, die für jede Wohngruppe nutzbar sind. „Da können sie sich dann richtig auspowern“, freut sich Eva Maubach.

Die Tradition des Lions Club-Adventkalenders soll auch in diesem Jahr fortgeführt werden. Schon jetzt gebe es ausreichend Sponsoren und Spenden, so Dirk Rumpf.

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