Blinde Hündin aus Olpe lebt jetzt mit Katzen und Kindern

Happy End für ausgesetzten Boston Terrier


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Die ausgesetzte Boston-Terrier-Hündin, die inzwischen Rosi heißt, hat ein neues Zuhause gefunden. von privat
Die ausgesetzte Boston-Terrier-Hündin, die inzwischen Rosi heißt, hat ein neues Zuhause gefunden. © privat

Olpe. Für die junge Boston-Terrier-Hündin, die Ende März in einer Transportbox vor dem Tierheim Olpe ausgesetzt worden war, gibt es ein Happy End: Die kleine Hündin hat ein neues Zuhause gefunden. Darüber freut sich auch Elke Stellbrink, Vorsitzende des Tierschutzvereins Olpe. „Die ist umgezogen. Sie hat’s geschafft. Gott sei Dank.“


Der Fall hatte viele Menschen bewegt. Die noch sehr junge Hündin war verängstigt und allein vor dem Tierheim zurückgelassen worden. Schnell stellte sich heraus, dass sie vollständig blind ist. Nach der Erstversorgung kam sie zunächst in eine Pflegestelle.

Dort machte sie große Fortschritte. „Sie hat sich super entwickelt auf der Pflegestelle. Vom ersten Tag an“, berichtet Elke Stellbrink. Anfangs habe man sofort gemerkt, „dass mit ihr was nicht stimmte“. Nach einer tierärztlichen Untersuchung hat sich herausgestellt, dass sie nichts sieht. In der Pflegestelle sei sie jedoch Schritt für Schritt „tages- und lebensfähig gemacht“ worden.

Neues Leben mit Katzen und Kindern

Eigentlich hätte Rosi – so heißt die Hündin inzwischen – vielleicht sogar in ihrer Pflegestelle bleiben können. Doch mit der bereits vorhandenen Hündin sei sie nicht kompatibel gewesen. Deshalb suchte der Tierschutzverein Olpe weiter nach einem passenden Zuhause.

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Die ausgesetzte Boston-Terrier-Hündin, die inzwischen Rosi heißt, hat ein neues Zuhause gefunden.

Und das fand sich schließlich: Rosi lebt nun mit vier großen Katzen und drei Kindern zusammen. „So richtig mit im Geschehen“, sagt Elke Stellbrink. Sie glaube, dass die Hündin das „klasse“ findet.

Bei der Vermittlung gab es ein klares Kriterium. „Zu 100 Prozent: Bitte keine Artgenossen“, so Stellbrink. Man vermute, dass andere Hunde die blinde Hündin verunsichern könnten. Dass Katzen im neuen Zuhause leben, sei dagegen kein Problem.

Vom Häufchen Elend zum normalen Hundeleben

Die Entwicklung der kleinen Hündin sei beeindruckend. Als sie im Tierheim ankam, sei sie ein „Häufchen Elend“ gewesen. Inzwischen führe sie ein fast normales Hundeleben. Spaziergänge, Bewegung und Alltag hätten ihr sichtbar gutgetan.

„Sie baut richtig Muskeln auf und sieht nach einem vernünftigen Hund aus“, so Stellbrink. Und weiter: „Rosi geht es richtig gut, sie wird ihr Leben leben können.“

Ermittlungen laufen weiter

Unabhängig vom Happy End bleibt der Ärger über das Aussetzen groß. Der Eingangsbereich des Tierheims wird videoüberwacht, deshalb wurde direkt Anzeige erstattet. „Wir müssen natürlich noch ein bisschen warten, was sich über Anzeigen ergibt, die wir gemacht haben. Wir werden an dieser Sache dranbleiben bis zum Ende“, kündigt Elke Stellbrink an.

Dass Tiere einfach ausgesetzt werden, stößt bei ihr auf völliges Unverständnis. Sie richtet deshalb einen klaren Appell an Tierhalter in Not: „Reinkommen und nicht aussetzen. Wir versuchen immer zu helfen!“

Tier ausgesetzt – diese Strafen drohen

In Deutschland stellt das Aussetzen von Haustieren eine Ordnungswidrigkeit nach Paragraf 18 des Tierschutzgesetzes dar. Dies kann mit Geldbußen von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Sollte das Aussetzen zu erheblichen Schmerzen oder zum Tod des Tieres führen, wird es als Tierquälerei und somit als Straftat geahndet. Dann drohen Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.

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