Der Olper Ümmerich wird vier Tage zum Mekka der Schützenfest-Fans
Wer wird Nachfolger von Simon Niklas?
- Olpe, 14.07.2025
- Schützenfest
Olpe. Das mit Abstand größte Schützenfest im Kreis Olpe steht bevor. Am Wochenende um den dritten Sonntag im Juli feiert der St. Sebastianus-Schützenverein Olpe sein weit über die Stadtgrenzen bekanntes und beliebtes Hochfest. Von Freitag bis Montag, 18. bis 21. Juli, werden wieder Tausende von Gästen auf dem Ümmerich erwartet.

Für das Olper Königspaar Simon und Andrea Niklas werden die Festtage der Höhepunkt ihrer Regentschaft. Bevor sie ihr Amt am Montagmittag, 21. Juli, abgeben, steht ein abwechslungsreiches Festwochenende an (siehe Festfolge weiter unten).
Großen Anteil am Gelingen eines Festes hat die Festmusik. Die wird in Olpe traditionell von Militärorchestern ausgeführt. Diesmal wurde das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr unter der Leitung von Major Rudolf Piehlmayer verpflichtet.
Es ist im gekannten Wintersportort Garmisch-Partenkirchen stationiert und hat für die Konzerte an den Schützenfesttagen ein ebenso anspruchsvolles wie unterhaltsames Programm zusammengestellt.
In den Festzügen spielen die heimischen Musikvereine aus Saßmicke und Frenkhausen, der Spielmannszug Olpe sowie die Tambourcorpse aus Ottfingen und Fleckenberg.
Für die Tanzmusik an den Abenden sorgt schon im dritten Jahr in Folge die Partyband #Hashtag aus Niedersachsen. Die sechs Musiker treten mit perfekt abgestimmten Sounds und einem riesigen Repertoire an Songs aus unterschiedlichsten Stilrichtungen auf die Bühne. Da ist beste Stimmung auf dem Tanzboden garantiert.
Vor 25 Jahren errang der damalige Schützenmajor Paul Imhäuser die Königswürde. Mit ihm regierte seine Frau Jutta. Im Hauptbuch des Vereins steht: „Am Montag traten zahlreiche Bewerber an, um im Millenniumsjahr Schützenkönig zu werden.
Mit dem 136. Schuss holte der allseits beliebte Schützenmajor den Rest des Vogels von der Stange. Mit der Königsproklamation kehrte besseres Wetter zurück, sodass die Besucher die Tanzfläche bis in die späten Abendstunden nutzen konnten.“
König im Jahr 1985 wurde Ludger Harnischmacher. Dazu heißt es: „Beim Vogelschießen war Leutnant Ludger Harnischmacher erfolgreich und holte mit dem 56. Schuss den Rest des Vogels von der Stange.
Über den Königsschuss freute er sich umso mehr, da er bereits mehrfach unter den ernsthaften Königsaspiranten gewesen war. Zur Königin nahm er seine Frau Hedwig. Aufgrund der nassen Witterung feierte man das neue Regentenpaar am Rotweintisch im großen Festzelt.“
Vor einem halben Jahrhundert sicherte sich Heinrich Langemann die Regentschaft. Im Hauptbuch ist zu lesen: „Am Montagmorgen war Leutnant Heinrich Langemann der glückliche Schütze, der als Schützenkönig von seinen Kameraden unter die Linden zum Rotweintisch getragen wurde.
Hier erwartete ihn bereits seine Frau und Mitregentin Liesel. Ein großes Feuerwerk verabschiedete nachts das neue Königspaar und beendete ein wie immer fröhliches Schützenfest.“
60 Jahre ist es her, dass Tonis Hausmann 1965 Schützenkönig wurde. In den Vereinsaufzeichnungen steht: „Das Vogelschießen am Montagmorgen wurde von zwei Gewehrhalterungen unterhalb der neuen Vogelstange aus vorgenommen.
Rund 10.000 Menschen hatten sich auf dem Schützenplatz versammelt. Schützenbruder Tonis Hochstein holte nach einem spannenden Schießen den Rest des Vogels von der Stange und wählte seine Ehefrau Hildegard zur Königin.“
Vor 100 Jahren regierte Josef Heider das Olper Schützenvolk. Dazu heißt es: „Das Fest wurde bei herrlichem Wetter gefeiert. Die Kapelle des 1. Bataillons des Infanterie-Regiments Nr. 15 aus Gießen spielte die Festmusik. In seinen Aufzeichnungen schwärmt der Schützenmajor, dass die Kapelle meisterhaft gespielt habe. Der Eisenbahnschaffner Josef Heider wurde neuer Schützenkönig und wählte seine Ehefrau Maria zur Königin.“
Freitag, 18. Juli

15 Uhr Seniorennachmittag auf dem Schützenplatz
18 Uhr Fahne hissen, anschließend Bier- und Beffprobe
Samstag, 19. Juli
12.30 Uhr Abholen der Festmusik am alten Bahnhof
15 Uhr Antreten auf dem Marktplatz, Festzug zum Schützenplatz
18.45 Uhr Konzert der Festmusik
20.30 Uhr Musik und Tanz
1.00 Uhr feierlicher Abschluss mit dem Großen-Kurfürst-Reiter-Marsch, danach Abliefern des Schützenkönigs am „Alten Pastorat“
Sonntag, 20. Juli
11.45 Uhr Konzert und Frühschoppen auf dem Marktplatz
15 Uhr Antreten auf dem Marktplatz, Festzug zum Schützenplatz
17.15 Uhr Kinderbelustigung und Quatschausgabe
17.30 Uhr Eintreffen der Schützenkönigin und des Hofstaates
18 Uhr Konzert der Festmusik
18.15 Uhr Kinderpolonaise
19.15 Uhr Königspolonaise
20.30 Uhr Musik und Tanz
0.30 Uhr Antreten auf dem Tanzboden, danach Abliefern des Schützenkönigs am „Alten Pastorat“
Montag, 21. Juli
8 Uhr Schützenhochamt in der St. Martinus-Kirche, anschließend Kranzniederlegung am Ehrenmal, danach Marsch zum Schützenplatz
10 Uhr Beginn des Vogelschießens auf dem Schützenplatz
13.30 Uhr Königsproklamation auf dem Tanzboden, danach Abliefern des neuen Königs am „Alten Pastorat“
16 Uhr Antreten auf dem Marktplatz und Festzug zum Schützenplatz
18 Uhr Eintreffen der Schützenkönigin und des Hofstaates
18.15 Uhr Konzert der Festmusik
19.15 Uhr Königspolonaise
20.30 Uhr Musik und Tanz
1.30 Uhr Antreten auf dem Tanzboden, danach Abliefern des Schützenkönigs am „Alten Pastorat“

Die Römertheke wurde nach dem Schützenfest 2024 abgerissen und wurde durch eine neue Theke an gleicher Stelle ersetzt. Die neue Theke erstreckt sich über eine Länge von 12 Metern und ist mit 4 Hochgeschwindigkeits-Zapfsäulen ausgestattet.
Auch wenn es im letzten Jahr, gerade am Samstagabend, zu teilweise langen Wartezeiten an den Biermarkenständen gekommen ist, wird es auch in diesem Jahr an den Theken Getränke nur gegen Biermarken geben. Eine Änderung gibt es bei der Ausgabe von alkoholhaltigem Radler. Dieses wird auf Wunsch der Gäste wieder im Glas gemischt und ist nicht mehr in Flaschen erhältlich.
Die Möglichkeit, restliche Biermarken bis zu zwei Wochen nach dem Fest in den Korporalschaftslokalen sowie weiteren Gastronomien einzulösen, besteht weiterhin.
Aufgrund der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge werden auch die Eintrittspreise für das Schützenfest angepasst und entsprechend erhöht. Eine 3-Tageskarte kostet 35 Euro, die Tageskarte am Samstag und Sonntag je 12 Euro und am Montagvormittag 15 Euro.
Zur Absicherung der Festzüge werden diesmal auch Großfahrzeuge eingesetzt, die vor und hinter dem Festzug den Zug begleiten und große Kreuzungen für Fahrzeuge blockieren sollen, die zum Zug durchstoßen wollen.
Zudem wird es auf den Weg zum Schützenplatz eine neue Einbahnstraßenregelung geben. Rauf zum Schützenplatz geht es nur noch über die Schützenstraße und runter Richtung Stadt dann über die Imbergstraße.
