Für Familie Maiworm ist die Wallfahrt seit Jahrzehnten eine Familiensache

Saßmicker pilgern seit 1845 nach Marienheide


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Die Pilger aus Saßmicke am Zielort Marienheide. Seit 1845 findet die Wallfahrt bereits statt. von privat
Die Pilger aus Saßmicke am Zielort Marienheide. Seit 1845 findet die Wallfahrt bereits statt. © privat

Saßmicke. Zahlreiche Pilgerinnen und Pilger haben am ersten Juli-Wochenende an der traditionellen Wallfahrt von Saßmicke nach Marienheide teilgenommen. Seit 1845 pilgern Gläubige jährlich zum Fest Maria Heimsuchung ins Oberbergische Land.


Quasi mit dem Sonnenaufgang läuteten am Samstag, 4. Juli, um 5 Uhr die Glocken der Kirche in Saßmicke, in der die Pilger die Heilige Messe zusammen mit Vikar Todt und zwei Diakonen feierten. Schon seit einigen Jahren sorgen Saßmicker Frauen dafür, dass die Pilger mit einem liebevoll zubereiteten Frühstück auf die 30 Kilometer lange Wegstrecke ins Oberbergische Marienheide starten können.

Über Drolshagen und Meinerzhagen erreichten die Pilger am Samstag gegen 15 Uhr den Wallfahrtsort. Dort wurden sie von Pater Manickam begrüßt. Zu seiner Überraschung wurde Ludger Maiworm, der zusammen mit Edgar Gummersbach die Wallfahrt leitet, für sein 60-jähriges Engagement geehrt. Der aus Indien stammende Geistliche überreichte ihm zum Dank einige kirchliche Präsente.

Pilgern ist Familiensache: Ludger Maiworm (r.) ist seit 60 Jahren dabei. Sein Sohn Christopher (l.) und sein Enkel Henry setzen die Wallfahrer-Tradition fort. von privat
Pilgern ist Familiensache: Ludger Maiworm (r.) ist seit 60 Jahren dabei. Sein Sohn Christopher (l.) und sein Enkel Henry setzen die Wallfahrer-Tradition fort. © privat

Bereits als Achtjähriger war Ludger Maiworm zum ersten Mal mit seinem Vater Paul dabei. Von ihm übernahm er auch 1986 die Leitung der Wallfahrt und die Funktion als Vorbeter. Zu Ludger Maiworms Jubiläum pilgerte auch sein achtjähriger Enkel Henry mit nach Marienheide. Henrys Vater Christopher war seinerzeit mit neun Jahren zum ersten Mal mitgepilgert. Das Jubiläum wurde am Abend in gemütlicher Runde mit den Pilgern, die in Marienheide übernachteten, gefeiert.

Die Nachtruhe war jedoch kurz, denn am nächsten Morgen ging es schon um 6 Uhr mit der Heiligen Messe weiter. Nach einem Frühstück, das die Marienheider Frauengemeinschaft servierte, wurden die Wallfahrer mit einem gemeinsamen Gebet von Pater Manickam verabschiedet.

Premiere für Pfarrer Hammer

Auf dem Rückweg wurde in Hützemert zu Mittag gegessen. Über Drolshagen und Berlinghausen führte der Weg zurück nach Saßmicke. Trocken und wohlauf kamen die Pilger nach dem insgesamt 30 Kilometer langem Fußmarsch um 16 Uhr am Saßmicker Fatima-Kapellchen an.

Dort wurden sie von Pfarrer Johannes Hammer, der in seiner Amtszeit als Pfarrer von St. Martinus die Saßmicker Wallfahrer zum ersten Mal abholte, begrüßt. Die Pilger zogen ihren Angehörigen in die Kirche, wo das Schlussgebet stattfand.

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