Start für Großprojekt: Gewerbepark wird für 9,6 Mio. Euro erweitert
Olpe und Drolshagen schaffen Gewerbeflächen
- Olpe, 27.06.2025
- Wirtschaft , Politik
- Von Wolfgang Schneider
Olpe/Drolshagen. Gute Laune trotz schlechten Wetters: Beim symbolischen Spatenstich für den zweiten und dritten Bauabschnitt des interkommunalen Gewerbeparks Hüppcherhammer am Donnerstagnachmittag, 26. Juni, ließen sich die Akteure von heftigen Regenschauern nicht beeindrucken und griffen in einer kurzen Regenpause zu den Spaten, um den Start des Millionenprojekts symbolisch einzuläuten.



Die Bürgermeister Peter Weber (Olpe) und Ulrich Berghof (Drolshagen) hoffen, dass die großzügige Erweiterung des Gewerbeparks den Wirtschaftsstandort stärkt und den Kommunen zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen bringt. Dafür werden zunächst aber einmal ca. 9,6 Millionen Euro in die Erschließung des ca. 150.000 Quadratmeter großen Geländes investiert.
Die Interkommunaler Gewerbepark Hüppcherhammer GmbH, deren Gesellschafter die Städte Olpe (74 Prozent) und Drolshagen (26 Prozent) sind, steckt 5,8 Millionen Euro in die Geländemodellierung und Löschwasserversorgung. Die Kreisstadt Olpe investiert weitere 3,8 Millionen Euro in den Straßen- und Kanalbau sowie die Straßenbeleuchtung. Etwa zwei Jahre sollen die Erschließungsarbeiten dauern.

Die Tiefbauarbeiten übernimmt die Firma Gebrüder Schmidt (Kirchen-Freusburg), die seinerzeit schon den ersten Bauabschnitt realisiert hatte. Bürgermeister Peter Weber sieht einiges an Arbeit auf die Firma zukommen: „Das Gelände ist nicht ganz einfach. Da muss eine Menge Erde bewegt werden.“ Weber berichtete, dass das Interesse an den verfügbaren 15 Grundstücken, die jetzt erschlossen werden, groß sei.
Sein Drolshagener Amtskollege Ulrich Berghof betonte, der Gewerbepark Hüppcherhammer liege zwar komplett auf Olper Stadtgebiet, sei aber für Drolshagen sehr wichtig. „Das sind die letzten Gewerbeflächen, die wir zur Verfügung haben.“ Berghof sagte, er sei dankbar über die gute Zusammenarbeit mit der Kreisstadt Olpe bei diesem interkommunalen Projekt.
Jochen Ritter, Aufsichtsratsvorsitzender der Gewerbepark GmbH, sprach von einem „denkwürdigen Moment“. Durch die zwei neuen Bauabschnitte eröffne man sich Neuansiedlungsmöglichkeiten, nehme andererseits aber auch die letzten größeren Freiflächen in Anspruch.
Ritter betonte, es sei wichtig, sich bei der Grundstücksvergabe die Geschäftsmodelle der Firmen genau anzugucken, um wirtschaftlich solide Firmen mit hoher Arbeitsplatzdichte anzusiedeln.
