Trotz Insolvenzantrag: Geschäftsbetrieb des Autohauses Hunold läuft weiter

Olper Unternehmen hat Probleme


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Symbolfoto von Pixabay.com
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Olpe. Das Autohaus Hunold in Olpe bleibt auch nach seinem Insolvenzantrag geöffnet. Der vorläufige Insolvenzverwalter Peer Jung von der Kölner Kanzlei Henningsmeier Rechtsanwälte führt den Betrieb gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Christian Hunold fort und prüft die Sanierungsoptionen. Geplant ist, das Traditionsunternehmen zu sanieren. Das Amtsgericht Siegen hatte das Insolvenzeröffnungsverfahren am Dienstag, 13. Januar, eingeleitet.


„Das Tagesgeschäft von Autohaus und Werkstatt läuft ganz normal weiter“, betonte Jung am Freitag, 16. Januar. „Kunden können weiterhin Fahrzeuge besichtigen und kaufen, Reparaturtermine wahrnehmen oder ihren Gebrauchtwagen verkaufen. Auch bereits bestellte Fahrzeuge werden wie geplant ausgeliefert.“

Löhne bis März gesichert

Am Freitag hat Jung die Mitarbeiter des Autohauses vor Ort über die Situation und die nächsten Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter der 17 Mitarbeiter und sieben Azubis sind bis Ende März über das Insolvenzgeld gesichert und werden weiter bezahlt.

„Das Autohaus Hunold ist ein gut geführtes Unternehmen mit einem breiten Serviceangebot und einem gut ausgelasteten Werkstattbetrieb“, so der vorläufige Insolvenzverwalter. „Das sind grundsätzlich gute Voraussetzungen für eine Sanierung.“ Derzeit verschafft sich Jung einen Überblick über die wirtschaftliche Lage.

Neuwagengeschäft stagniert

Parallel dazu hat er Gespräche mit den langjährigen Vertragspartnern sowie mit Banken und Gläubigern des Unternehmens aufgenommen. Dabei gibt es bereits erste positive Signale: So hat der Autohersteller Kia bereits sein Interesse an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit signalisiert. Welche Optionen es für eine Sanierung gibt und wie die Aussichten dafür sind, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Wie viele Autohändler leidet auch das Autohaus Hunold derzeit unter dem stagnierenden Neuwagengeschäft in Deutschland. Insbesondere der Absatz von Elektroautos ist nach Wegfall der staatlichen Förderung Ende 2023 stark eingebrochen. „Hinzu kommt, dass einige große Arbeitgeber im Umkreis aktuell Kurzarbeit machen“, erläuterte Hunold. „Das trägt hier in der Region ebenfalls zu einer gewissen Kaufzurückhaltung bei.“

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