Update: Feuerwehr rettet Hund bei Küchenbrand – der dankt mit Biss
Wohnung in Olpe vorübergehend unbewohnbar
- Olpe, 07.03.2025
- Blaulicht
- Von Kai Osthoff
Olpe. Ein Küchenbrand an der Straße Hoher Stein in Olpe hat am Donnerstagabend, 6. März, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beschäftigt. Ein tierischer Bewohner musste gerettet werden – der jedoch mit einem Biss dankte.

Update von Freitag, 7. März, 10.40 Uhr:
Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittler davon aus, dass der Brand im Bereich des Herdes entstanden ist. Die genaue Brandursache ist derzeit noch unbekannt und Bestandteil der Ermittlungen. In der nicht mehr bewohnbaren Wohnung entstand ein Schaden im mittleren fünfstelligen Eurobereich. Der Rettungsdienst brachte den Feuerwehrmann mit der Bissverletzung zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.




Ursprünglicher Artikel von Donnerstag, 6. März, 20 Uhr:
Ein Bewohner des Mehrparteienhauses hatte Brandgeruch wahrgenommen und auch Rauchmelder hatten angeschlagen. Daraufhin rief er den Notruf und setzte die Rettungskette in Gang. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge drang bereits Rauch aus dem Küchenfenster der Wohnung im ersten Obergeschoss.

Jede Einsatzkraft der Einheit Olpe wusste, was sie zu tun hatte: Es wurde eine Wasserversorgung aufgebaut, die Straße gesperrt und die Drehleiter am hinteren Bereich des Hauses angestellt. Ein Trupp unter Atemschutz konnte sich über den Balkon Zutritt zu der betroffenen Wohnung verschaffen und die Flammen bekämpfen. Die waren bereits entdeckt worden, als die Einsatzkräfte mit der Drehleiter auf Höhe des Küchenfensters waren.

Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht in der Wohnung. Auch sonst hatten einige Bewohner das Gebäude vorsorglich verlassen. Die Feuerwehr setzte einen mobilen Rauchverschluss, um zu verhindern, dass Rauchgase sich über das Treppenhaus im weiteren Gebäude verteilen konnten.

In der Wohnung befand sich aber noch ein Hund, der nun gerettet werden musste. Beim diesem Versuch erlitt ein Feuerwehrmann Bissverletzungen, die vom Rettungsdienst untersucht werden mussten. „Unser Kamerad gilt zwar vermutlich eher als leichtverletzt, der Hund hat aber zumindest so zugebissen, dass es ordentlich geblutet hat“, erzählte Christian Hengstebeck, Einsatzleiter der Feuerwehr Olpe.
Durch den Brand in der Küche, der möglicherweise durch Elektrogeräte ausgelöst worden sein könnte, verteilte sich der Brandruß in der gesamten Wohnung. Nach Auskunft der Polizei ist diese vorübergehend unbewohnbar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache noch am Abend aufgenommen.
Die 23-jährige Mieterin der Brandwohnung und ihr knapp neunmonatiges Kind waren im weiteren Verlauf auch wieder aufgetaucht. Ganz zur Freude ihres Hundes, der den Einsatz über auf dem Arm eines Feuerwehrmannes verbracht hatte.
