Update: Kampf- und Sprengmittel vermutlich von ehemaligen Hausbewohnern
Einsatz in Thieringhausen
- Olpe, 23.07.2026
- Blaulicht
Thieringhausen. Ein umfangreicher Einsatz von Ordnungsbehörde, Polizei, Kampfmittelbeseitigungsdienst und Feuerwehr hat am Dienstagabend, 21. Juli, in Thieringhausen stattgefunden. Bei der Räumung eines Gebäudes wurden Kampf- und Sprengmittel entdeckt. Daraufhin wurden das Ordnungsamt, das Landeskriminalamt (LKA) sowie der Kampfmittelbeseitigungsdienst alarmiert.

Update von Donnerstag, 23. Juli, 19 Uhr:
In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben die Kreisstadt Olpe und die Kreispolizeibehörde Olpe am Donnerstagabend, 23. Juli, weitere Informationen bekanntgegeben. Über zwei Tage lief der umfangreiche Einsatz von Ordnungsbehörde, Polizei, Kampfmittelbeseitigungsdienst und Feuerwehr in Thieringhausen. Im Rahmen der Räumung eines leerstehenden Wohnhauses wurden der Polizei verdächtige Gegenstände gemeldet.
Die Polizei suchte unverzüglich den Einsatzort auf und fand unter anderem Munition und Schusswaffen. Die Beamten sperrte den Bereich vorsorglich ab und zog Spezialisten des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen hinzu. Nach Begutachtung der aufgefundenen Gegenstände durch die Spezialisten wurde außerdem der Kampfmittelbeseitigungsdienst hinzugezogen. Außerdem waren die Feuerwehr Olpe sowie das Ordnungsamt der Kreisstadt Olpe vor Ort.




Das komplette Gebäude wurde nach gefährlichen Gegenständen durchsucht. Es konnten außerdem mehrere kleine Handfeuerwaffen, Munition, unbekannte Substanzen und Flüssigkeiten gefunden werden. Die Beprobung der aufgefundenen Substanzen ergab keine Hinweise auf eine akute Gefährdung.
Nach Abschluss der Überprüfungen konnte die Einsatzstelle wieder freigegeben werden. Von den aufgefundenen Gegenständen ging zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung aus. Sie stammen mutmaßlich von den verstorbenen ehemaligen Hausbewohnern. Die weiteren Maßnahmen wurden von den zuständigen Fachstellen übernommen. Hinweise auf eine Straftat liegen derzeit nicht vor.
Update von Mittwoch, 22. Juli, 15.40 Uhr:
Im Zusammenhang mit dem Einsatz in Thieringhausen liegen die Ergebnisse der Untersuchungen vor. Die durch die Analytische Task Force (ATF) der Feuerwehr Dortmund vorgenommenen Messungen an der Einsatzstelle verliefen unauffällig. Auch die Beprobung der im Keller des Gebäudes aufgefundenen Stoffe ergab keine Hinweise auf eine akute Gefährdung. Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.
Das berichtete die Feuerwehr Olpe am Nachmittag in einer Pressemitteilung. Darin heißt es weiter: „Die Feuerwehr Olpe sowie die Analytische Task Force können ihren Einsatz daher beenden. Die Einsatzstelle wird für die weiteren Maßnahmen an die Polizei, das Ordnungsamt der Kreisstadt Olpe sowie die zuständigen Fachbehörden übergeben.“
Ursprungsartikel von Mittwoch, 22. Juli, 12.55 Uhr:
Die Spezialkräfte sicherten und entsorgten die gefundenen Stoffe. In einzelnen Fällen waren hierfür auch kontrollierte Sprengungen erforderlich. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden zusätzlich unbekannte Substanzen und Flüssigkeiten gefunden. Aufgrund dieser Funde wurde die Feuerwehr hinzugezogen.
Zur Identifizierung und Bewertung der Stoffe wurde die Analytische Task Force (ATF) der Feuerwehr Dortmund als Spezialeinheit angefordert. Die Einsatzkräfte trafen am Mittwoch, 22. Juli, gegen 11.15 Uhr vor Ort ein und bereiten derzeit die Analyse der aufgefundenen Substanzen vor.

Die betroffenen Anwohner wurden über die laufenden Maßnahmen informiert. Nach aktuellem Kenntnisstand besteht keine Gefahr für die Bevölkerung, da sich die Funde auf das betroffene Gebäude beschränken und die Einsatzstelle entsprechend abgesichert ist.
Die Feuerwehr Olpe ist aktuell mit 26 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz. Unterstützt werden sie durch den stellvertretenden Kreisbandmeister Thomas Hengstebeck, die Analytische Task Force der Feuerwehr Dortmund mit 13 Einsatzkräften sowie dem Ordnungsamt Olpe. Bürgermeister Tobias Schulte befindet sich ebenfalls an der Einsatzstelle und unterstützt die beteiligten Einsatzkräfte sowie die Koordination der behördlichen Maßnahmen vor Ort.

Derzeit laufen die Untersuchungen der aufgefundenen Substanzen durch die Spezialkräfte der ATF. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werden die Feuerwehr und die beteiligten Behörden darüber informieren.
