600 begeisterte Besucher beim Wernerfest in Hünborn

Kinderfest feiert erfolgreiches Comeback


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Impressionen vom Wernerfest 2026. von Catriona Rath
Impressionen vom Wernerfest 2026. © Catriona Rath

Hünsborn. Mit einem abwechslungsreichen Programm für die ganze Familie und einer stimmungsvollen Rocknacht hat die Wernerschaft 85 am Freitag, 24. Juli, und Samstag, 25. Juli, das 39. Wernerfest auf dem Löffelberg oberhalb des Hünborner Sportplatzes gefeiert.


Die ehrenamtlichen Organisatoren zeigten sich mit der Resonanz mehr als zufrieden. Bereits am Freitag lockte das Comeback des Kinder-Wernerfestes rund 350 Besucher an, ehe am Abend weitere 250 Gäste bei der Party Night mit DJ Dennis feierten.

Am Samstagabend verwandelte sich das Festgelände für die schätzungsweise 600 Musikfans schließlich in eine Hochburg für Rock- und Metalfans.

Nach rund 15 Jahren feierte das Kinder-Wernerfest sein Comeback – und traf dabei offensichtlich den Nerv vieler Familien. Gemeinsam mit dem Kindergarten „Unterm Regenbogen“ verwandelte die Wernerschaft das Gelände in ein buntes Spieleparadies.

Zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten

Neben Spielstationen, einer Hüpfburg und zahlreichen Mitmachaktionen, wie der Kinderdisco mit Sonja Ising, gab es Glitzer-Tattoos, bunte Haarsträhnen, Torwandschießen sowie die Möglichkeit, selbst gestaltete Buttons anzufertigen.

Auch Dosenwerfen und Entenangeln sorgten für Begeisterung – und wurden am Abend sogar von den Erwachsenen mit großem Ehrgeiz ausprobiert. „Der ein oder andere wurde pro Bierchen immer ehrgeiziger“, berichtete Schriftführer Christian Schönauer schmunzelnd.

Die Resonanz übertraf die Erwartungen der Veranstalter deutlich. „Wir hatten mit so einem großen Andrang gar nicht gerechnet und uns riesig gefreut, dass so viele unserer Einladung gefolgt sind. Wir hatten aber auch viel zu bieten“, sagte Wernerschafts-Präsident Christian Halbe.

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(rechts): Wernerschafts-Präsident Christian Halbe beim Wernerfest 2026.

Am Freitagabend übernahm dann traditionell DJ Dennis das Kommando. Seit dem 25. Wernerfest gehört die Party Night fest zum Programm und mit Musik aus den Werner-Filmen sowie aktuellen Partyhits wurde bis tief in die Nacht gefeiert.

Den musikalischen Höhepunkt bildete schließlich der Samstagabend. Den Auftakt machte die fünfköpfige Rock-Coverband „Vanderlind“ aus Finnentrop. Mit einer Mischung aus Classic Rock, Deutschrock und Partyhits der 90er-Jahre sorgten die Musiker schnell für gute Stimmung.

Songs wie „Don't Stop Believin'“ von Journey oder „All the Small Things“ von Blink-182 kamen beim Publikum gut an. Richtig auf Betriebstemperatur brachten sie die Besucher jedoch mit ihrer rockigen Version von „Take Me Home, Country Roads“.

Publikumslieblinge begeistern erneut

Anschließend übernahm mit „F.U.C.K.“ einer der Publikumslieblinge vergangener Wernerfeste die Bühne. Die fränkische Hard- und Heavy-Coverband war bereits zum siebten Mal in Hünsborn zu Gast

F.U.C.K. begeisterte mit Songs von AC/DC, Iron Maiden, Rammstein, Volbeat, den Böhsen Onkelz sowie Rage Against The Machine und Metallica. Spätestens bei „T.N.T.“ von AC/DC gingen hunderte Hände in die Höhe und das bekannte „Oi“ schallte lautstark über das Festgelände.

Für einen besonderen Moment sorgte Sänger Daniel Bay, als er Dana, die ihren Junggesellinnenabschied auf dem Wernerfest feierte, auf die Bühne holte. Nach einer kurzen Verwechslung um die richtige Braut gratulierte er ihr zur bevorstehenden Hochzeit und meinte augenzwinkernd:

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(zweiter von links): Ramon Purgander (48) aus Altenkleusheim mit seiner Freundesgruppe beim Wernerfest 2026.

„Man kann schon mal heiraten, das ist schon in Ordnung.“ Danas spontane Antwort – „Die kriegt nachher auch noch eine“ – in Richtung ihrer Trauzeugin sorgte für viele Lacher.

Die Organisatoren freuten sich sehr über die große Resonanz. Ziel sei gewesen, das Fest bezahlbar zu halten und dennoch die Kosten zu decken. Sie wollen das Wernerfest auch in Zukunft fortführen und hoffen dabei auf Unterstützung beim Erhalt des Festgeländes angesichts der geplanten Erweiterung des Industriegebiets.

Besucherstimmen

Karl Josef Stahl (69) und seine Lebensgefährtin Sonja Amend (54) aus Hünsborn schätzen am Wernerfest vor allem die gute Musik und die sympathischen Menschen. Auf die Frage, wie oft er schon dabei gewesen sei, antwortet Karl Josef ohne zu zögern: „Immer. Ich liebe Heavy Metal und hier ist immer super Stimmung.“

Helge Husemann (50) aus Littfeld besuchte das Wernerfest gemeinsam mit seiner Gruppe. Ende der 1990er Jahre war er zuletzt dabei, bevor es ihn für 25 Jahre nach Irland verschlug. Bereits im vergangenen Jahr kehrte er zum Fest zurück und hofft, nun wieder regelmäßig dabei zu sein. Mit einem Lachen bringt er seine Freude über das Wiedersehen auf den Punkt: „Endlich mal wieder normale Menschen.“

Ramon Purgander (48) aus Altenkleusheim hat das Wernerfest schon einige Male besucht, zuletzt allerdings vor längerer Zeit. Insgesamt schätzt er, etwa sieben- bis achtmal dabei gewesen zu sein. Für ihn hebt sich das Festival von anderen Veranstaltungen ab: „Es ist einfach etwas anderes. Wenn man den Musikstil mag, trifft man hier viele nette Leute.“

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