Außergewöhnliches Konzerterlebnis: Fiven und Chorwerkstatt geben alles

Chorleiter und ambitionierte Sänger auf der Bühne


Das A-Capella-Ensemble Fiven. von privat
Das A-Capella-Ensemble Fiven. © privat

Altenhof. Das A-Capella-Ensemble Fiven hat jetzt sein erstes eigenes Konzert in der Altenhofer St.-Marien-Kirche ausgerichtet. Mitgestaltet wurde der stimmungsvolle Abend vom Projektchor der Chorwerkstatt des Chorverbands NRW.


Die zehn Herren des Ensembles Fiven – Chorleiter und ambitionierte Sänger aus dem Sauer- und Siegerland – starteten mit der einfühlsamen Ballade „Hear My Cry“. Es folgte die Popballade „Feuerzeug“ (Basta), bei der Fabian Wigger mit einer ausdrucksstarken Solostimme überzeugte. Mit „Auld Lang Syne“ demonstrierte das Ensemble die enorme stimmliche Bandbreite über drei Oktaven hinweg.

Zum Ende des ersten Programmblocks wurde es poppiger: Die eigens für Fiven arrangierte Weihnachtsballade „Der Weihnachtsmann hat Feierabend“ aus der Feder von Christoph Ohm feierte an diesem Abend ihre Uraufführung. Den Schlusspunkt setzte die Popballade „Blindes Vertrauen“ von der Band Fäaschtbänkler, in der Andreas Corrado mit einem Solo glänzte.

Singen und dirigieren

Anschließend betrat der Projektchor der Chorwerkstatt unter der Gesamtleitung von Kristin Knautz und Volker Arns die Bühne – ein Ensemble aus Sängerinnen und Sängern sowie Chorleiterinnen und Chorleitern aus ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Innerhalb nur eines Wochenendes hatten sie sich einer hochkomplexen, teils bis zu 14-stimmigen Literatur angenommen.

Der Projektchor der Chorwerkstatt. von privat
Der Projektchor der Chorwerkstatt. © privat

Die Chorwerkstatt ist ein Fortbildungsformat des Chorverbandes NRW, das durch Landesmittel gefördert wird. Besonderes Merkmal dieses Formats ist der regelmäßige Wechsel der Chorleitungen, wodurch die Teilnehmer nicht nur als Sänger, sondern auch als Dirigenten gefordert sind.

Werke wie „Birds of a Feather“, „Happy Ending“, „Words“ (Anders Edenroth) oder später „Why Should I Cry“ und „True North“ von Tine Fries entfalteten in der Akustik der Altenhofer Kirche eine große emotionale Wirkung. Jeder Dirigatwechsel brachte neue Impulse, neue Klangfarben und individuelle Interpretationsansätze hervor.

Mal geistlich, mal humorvoll

Der zweite Teil des Abends gehörte erneut den Fiven. Mit der siebenstimmigen Motette „Ave Maria“ von Biebl eröffnete das Ensemble einen geistlich geprägten Block, unter anderem auch mit dem Werk „Von guten Mächten“. Humorvoll wurde es darauf bei „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“, das in der Bearbeitung von Daniel Florey augenzwinkernd als „knatternde Mühle“ daherkommt.

Zum großen Finale kehrte die Chorwerkstatt noch einmal auf die Bühne zurück. „Circle of Life“ bildete den bewegenden Abschluss des Konzerts – und langanhaltender Applaus und stehende Ovationen waren der Dank für ein außergewöhnliches Chorerlebnis. Volker Arns, künstlerischer Leiter der Chorwerkstatt und der Fiven, zeigte sich im Anschluss hochzufrieden mit dem musikalischen Niveau und der Intensität des Wochenendes.

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