Filmdreh von „Thalior“: Wenn ein kleines Dorf zur Fantasy-Kulisse wird
Aufwändiges Projekt von Elias Dumke aus Girkhausen
- Wenden, 31.07.2026
- Kultur
- Von Lorena Klein
Girkhausen. Eine Gruppe von Schülern, eine andere Welt und eine Prophezeiung: Filmemacher Elias Dumke aus Wenden-Girkhausen und sein großes Team stecken mitten in den Dreharbeiten für den Fantasy-Film „Thalior“. Der Wald vor Elias' eigener Haustür ist am Donnerstag, 30. Juli, zur abenteuerlichen Filmkulisse geworden…

Das Örtchen Girkhausen im Wendener Land ist klein und beschaulich. Dass hier so viele Autos parken, Menschen mit stundenlanger Anfahrt angereist sind, bildet da die absolute Ausnahme. Vor dem Haus der Familie Dumke stehen große Kisten mit Kostümen, es sind Zelte, Tische und Bänke aufgebaut, in denen mittelalterlich gekleidete Darsteller auf ihren Einsatz warten.




Denn Girkhausen wird heute zu „Thalior“ – der Welt, um die es im neuen Filmprojekt des jungen Regisseurs Elias Dumke gehen soll. Durch einen Busunfall gelangt eine Schülergruppe auf rätselhafte Art und Weise in die fremde Welt, die so viel anders ist als das Leben, das sie gewohnt sind. Und in der es mythische Wesen wie Elben, aber auch viele Gefahren gibt.

Es ist der erste Drehtag im Sauerland. Am Drehort am Rande des Waldes geht es zur Sache: Pfeile fliegen, es ertönen Schreie. Höchste Konzentration ist angesagt – denn am Himmel ziehen dunkle Wolken auf, die ein baldiges Gewitter ankündigen. Das Team nutzt die letzten Minuten, um noch ein paar kleine Sequenzen zu drehen, dann muss das aufwändige Equipment – Kamera, Ton und Technik – in die Autos geräumt werden. Zeit für die Mittagspause.
Neben Elias als Regisseur sind auch seine drei Brüder Joshua, Fabian, Christopher fest in das Projekt involviert. Und auch die Eltern der vier jungen Männer unterstützen, wo sie können – zum Beispiel kümmern sie sich darum, dass die zahlreichen Gäste bestens mit Essen und Getränken versorgt sind.

Mit unterschiedlichen Projekten vom Action-Film über eine Mini-Serie bis hin zu Show-Formaten haben sich Elias Dumke und „Dumke Pictures“ in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Mit „Thalior“ wagt der 24-Jährige wieder etwas Neues: „Ich glaube, das Besondere ist einfach das Setting. Fantasy ist eigentlich etwas, was man aus dem Deutschen gar nicht kennt“, erklärt Elias. Das mache es auch zu einer Herausforderung.
Geplant ist auch schon ein zweiter Teil, der im Sommer 2027 gedreht werden soll. An beiden Filmen sind vor und hinter der Kamera insgesamt knapp 2.000 Menschen beteiligt. Ein riesiger organisatorischer Aufwand, weiß Elias Dumke, der hauptberuflich als Erzieher arbeitet.

In den vergangenen Tagen wurden bereits Szenen in Kassel gedreht, bald es geht auch noch nach Bayern und Norditalien. Dieses Wochenende wird die Gesamtschule Wenden wieder zur Kulisse für besonders aufwendige Szenen mit zahlreichen Statisten. Die Resonanz auf die Castings für die Haupt- und Nebenrollen war riesig.
Maya Trojanowski ist aus Norddeutschland angereist und spielt die Rolle der Faela, die rechte Hand der Königin. „Ich bin auf Instagram darauf aufmerksam geworden“, erzählt Maya. „Gereizt hat mich daran eigentlich alles, weil ich riesengroßer Fantasy-Fan bin und schon immer eine Elbin spielen wollte.“ Auch ihre kleine Tochter hat sie zum Dreh mitgenommen, die sogar auch eine Rolle bekommen hat: die Tochter der Königin.
Schon bald sollen alle Szenen im Kasten sein, so Elias Dumke: „Wir geben Gas!“ Premiere feiert „Thalior – die Prophezeiung“ dann am 20. März 2027 im Cineplex-Kino Olpe. Bis dahin steht noch viel Arbeit für das Team von Dumke Pictures bevor.
