Für Chorleiter Volker Arns ist vor Weihnachten alles eng getaktet
LokalPlus-Serie „Alle Hände voll zu tun“
- Wenden, 17.12.2025
- Verschiedenes
- Von Lorena Klein
Elben. Weihnachten, das bedeutet für viele Menschen vor allem Besinnlichkeit und zur Ruhe kommen. Für einige wird es jedoch gerade in der Vorweihnachtszeit und um die Feiertage trubelig. In der Serie „Alle Hände voll zu tun“ stellt LokalPlus Menschen vor, die alles geben, damit es beim Weihnachtsfest an nichts fehlt. Heute: ein Einblick in die Arbeit von Chorleiter Volker Arns aus Elben.

Proben, Besprechungen, Konzerte und Messen – in den Wochen vor Weihnachten ist der Terminkalender für Volker Arns proppenvoll. Noch mehr als ohnehin schon dreht sich für ihn in dieser Zeit – neben seinem Beruf als Lehrer an der Clara-Schumann-Gesamtschule in Kreuztal – alles um die Chormusik.
Der 49-Jährige aus Elben ist in der regionalen Chorlandschaft bekannt. Derzeit leitet er vier Chöre: die Gemischten Stimmen BIGGEsang, den MGV Bergeshall Neger, den MGV Elben und die Sounding People aus Dortmund, bei denen er selbst als Sänger mitwirkt. Außerdem singt er im Acapella-Ensemble „Fiven“, bildet neue Chorleiter aus und engagiert sich im Vorstand des Sängerkreises Bigge-Lenne und des Fachverbands der Chorleiter.

In der Vorweihnachtszeit ist alles eng getaktet. „In den vier bis fünf Wochen stehen mindestens zehn Auftritte mit den Chören an“, überschlägt Volker Arns. „Für die Schulchöre gibt es ebenfalls viele Termine.“ Die Zusammenarbeit mit der Schule vor dem Hintergrund seines terminreichen Alltags funktioniere sehr gut, sagt der Chorleiter und Lehrer.
Für alle Auftritte und Konzerte müssen Abläufe besprochen, passende Lieder herausgesucht und geprobt werden. Doch für Volker Arns muss dafür auch das Feeling stimmen: „Tatsächlich fange ich damit immer erst relativ spät an“, erklärt er. „Richtige Weihnachtsstücke übe ich mit den Chören ab Ende Oktober oder Anfang November, wenn man sich schon weihnachtlich fühlt. Aber dann müssen die Chöre auch ran.“
Neben der Vorbereitung für anstehende Auftritte wird auch immer schon ein Blick in die Zukunft geworfen. „Meine Termine reichen jetzt schon bis zu anderthalb Jahre voraus“, so Volker Arns. Aber auch kurzfristige Anfragen seien keine Seltenheit. „Manchmal werde ich auch gefragt, ob ich einspringen kann, wenn ein anderer Chorleiter krank ist – oder ob ich Klavier oder Orgel spielen kann.“

Und wenn Volker Arns helfen kann, dann tut er das gerne. Seine Familie hat er dabei stets im Rücken, denn die Begeisterung für Musik teilen alle. Seine Ehefrau Verena Arns hat bis zum vergangenen Jahr Chöre geleitet, die beiden Töchter singen ebenfalls leidenschaftlich gern. Alle vier spielen Klavier. Kaum ein Nachmittag, an dem keine Melodie durch den Flur tönt, wenn der Familienvater nach Hause kommt.

„Die Zeit vor Weihnachten ist bei mir geprägt von Ingwertee und Aspirin – bloß nicht krank werden“, schmunzelt Volker Arns. „Gerade bei dem vielen Stress ist es schwierig, fit zu bleiben.“ An den Feiertagen fällt der Stress dann mit einem Mal ab. „Wenn alles rum ist, ist das schon sehr erfüllend – aber plötzlich ist auch alles sehr ruhig“, sagt Volker Arns nachdenklich. Vielleicht sei dies ein so großer Kontrast, weil man vorher wochenlang funktionieren musste.
„Ich glaube, dass diese tragenden Stimmen manchmal an Engelsgesang erinnern.”
Seine Lieblings-Weihnachtslieder? Da muss der Chorleiter nicht lange überlegen: „Maria durch ein Dornwald ging“ ist eines meiner absoluten Lieblingssongs. Darin sind so viele emotionale Momente“, schwärmt er. Auch „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Mary did you know“ seien für ihn immer ein Genuss.
Gerade in der Weihnachtszeit berühre Chormusik die Herzen, ist sich Volker Arns sicher. „Ich glaube, dass diese tragenden Stimmen manchmal an Engelsgesang erinnern. Gerade in Kirchenräumen und anderen großen Räumlichkeiten herrscht eine besondere Akustik. Solche sanften Klänge zu hören, das macht den Charme von Weihnachten aus.“
