Heimsieg für Leonard Zimmermann: „Ich habe meine Träume wahr gemacht“
Heider ist stärkster Mann Deutschlands U120kg
- Wenden, 05.03.2025
- Sport
Altenhof. 10 Ausnahme-Kraftsportler und mehr als 200 Zuschauer haben am Samstag, 1. März, die Bürgerbegegnungsstätte in Altenhof gefüllt. Bei der Deutschen Strongman-Meisterschaft in der Gewichtsklasse U120kg standen neun Stunden harter Wettkampf auf dem Programm. Als Sieger ging am Ende Leonard Zimmermann aus Heid hervor, der das Turnier erstmals in seine Heimat geholt hatte.

Sechs Disziplinen, neun Stunden Wettkampf: Wer Sieger der Deutschen Strongman-Meisterschaft U120kg werden wollte, der musste Durchhaltevermögen beweisen. Leonard Zimmermann aus Heid, gleichzeitig auch Organisator des Sport-Events, schaffte es.
„Es war immer mein Traum, den Titel nach Nordrhein-Westfalen und in das Sauerland zu holen“, freut sich Leonard Zimmermann. „Nach fünf Jahren hartem Training habe ich es endlich geschafft!“ Nun darf sich der 27-Jährige als stärkster Mann Deutschlands U120kg bezeichnen. „Ich habe meine Träume wahr gemacht.“

Die insgesamt zehn Athleten mussten sich in unterschiedlichen Disziplinen messen, bei denen statische Kraft gefordert war, aber auch Kraftausdauer und viele technische Aspekte. Viele Sportler waren aus ganz Deutschland angereist. Mehr als 200 Zuschauer kamen, um sich das Kraftsport-Spektakel anzusehen.
Zuletzt war es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Battle zwischen den Athleten Leonard Zimmermann und Christian Schäfer aus Düren sowie Lucas Underwood aus Bremerhaven. Am Ende konnte sich Leonard Zimmermann knapp durchsetzen.
Im Strongman-Sport herrsche Zusammenhalt, beschreibt Leonard Zimmermann. „Jeder gönnt dem anderen seinen Erfolg. Der Stärkste gewinnt eben – keine Einzelfallentscheidungen und keine objektiven Bewertungen“, betont der Sieger aus Heid. „Wir sind eine kleine Familie und halten zusammen. Bei neun Stunden Schwerstarbeit muss man das auch.“

Diese Schwerstarbeit bestand aus ganz unterschiedlichen Aufgaben: Die Athleten mussten Baumstämme bis zu 140kg stemmen, Natursteine bis 120kg schultern, Monsterhanteln bis zu 80kg einarmig drücken, mit 350kg auf dem Nacken 20 Meter weit laufen und mit Metallkoffern je 110kg pro Hand so weit wie möglich laufen. Dazu wurden auch Gewichte bis zu 300kg beim Kreuzheben gehoben und vieles mehr.

„Das Schwierige dabei ist, die Motivation aufrechtzuhalten und neun Stunden lang immer wieder alle Kräfte aus sich herausholen“, erklärt Leonard Zimmermann. „Dazu war der Wettkampf in den letzten drei Disziplinen draußen und wir mussten uns den kalten Temperaturen stellen.“
Doch Aufgeben sei nie eine Option gewesen, betont der Heider, dessen Familie ebenfalls im Publikum mitfieberte. „Vor den Augen meines Vaters und meiner ganzen Familie gab es nur die Option, alles aus meinem Körper herauszuholen und den Sieg nach Hause zu holen.“
Keiner der Athleten verletzte sich beim Wettkampf. Die Kraftsportler verzichteten am Ende auf ihr Preisgeld, um es einem guten Zweck zu spenden. „Keiner von uns ist für das Geld gekommen, sondern um den Menschen im Sauerland zu zeigen, was wir für einen schönen Sport zu bieten haben“, so Leonard Zimmermann.
