Kraftsport-Spektakel in Heid: Wer wird der stärkste Mann in NRW?
Für den guten Zweck
- Wenden, 05.05.2025
- Sport
Heid. Im kleinen Wendener Örtchen Heid findet am Samstag, 17. Mai, das wohl größte Kraftsport-Event in ganz Nordrhein-Westfalen statt: Der Bolzplatz-Strongman-Wettkampf geht dort in die dritte Runde. Gesucht wird unter anderem der stärkste Mann in NRW – auf diesen Titel hat es auch Gastgeber Leonard Zimmermann abgesehen. Hinter dem Event steht außerdem ein guter Zweck.

„Ich möchte den Titel ins Sauerland holen und der neue Champion werden“, benennt der Strongman-Athlet aus Heid sein klares Ziel. „Für mich gäbe es keine größere Ehre als der stärkste Mann in Nordrhein-Westfalen zu werden.“

Beim Bolzplatz-Strongman-Wettkampf handelt es sich um einen offiziellen Profi-Wettkampf der Deutschen Strongman-Föderation. Ziel ist es, Punkte für die Deutsche Meisterschaft zu sammeln, die Ende des Jahres stattfindet. Zusätzlich geht es zum dritten Mal auch um die Auszeichnung „Stärkster Mann in Nordrhein-Westfalen“. Der Titelverteidiger selbst wird nicht am Start sein, daher geht aus dem Wettbewerb ein neuer Champion hervor.

Im vergangenen Jahr fand das Kampfsport-Spektakel in Siegen statt. Nun zieht es zwölf Athleten aus ganz Deutschland – sechs davon aus NRW – nach Heid. „Ein Athlet kommt sogar extra aus England angereist. Rayn Naylor will sich mit den besten deutschen Athleten messen – und das als U105 kg-Athlet“, erklärt Leonard Zimmermann. „Unsere Athleten haben ein Körpergewicht von 120 bis 160 Kilogramm.“
Auch eine weitere sportliche Größe ist zu Gast im Golddorf: „Dennis Kohlruss, der stärkste Mann Deutschlands, wird auch vor Ort sein und den Wettkampf moderieren. Dabei kann er die Konkurrenz für die Deutsche Meisterschaft im September abchecken“, so Zimmermann.
Die Athleten messen ihre Kraft in fünf harten Disziplinen. Zuerst muss ein tonnenschwerer Unimog geschoben werden, danach werden Stahlblöcke bis zu 130 Kilogramm und Monsterhanteln bis zu 100 Kilogramm mit einer Hand über den Kopf gestemmt. Auch mit schweren Betonkoffern – 150 Kilogramm pro Hand – müssen die Athleten laufen.

Mit einem Stein vor der Brust (160 Kilogramm) gilt es außerdem, so weit wie möglich zu laufen. In dieser Disziplin kann auch ein deutscher Rekord gebrochen werden. Zum Schluss müssen die Athleten Natursteine (bis zu 200 Kilogramm) schultern. „Das wären dann die schwersten Steine, die jemals auf deutschem Boden geschultert worden sind“, betont Leonard Zimmermann.
Erwartet werden an diesem actionreichen Tag auf dem Dorfplatz in Heid bis zu 500 Zuschauer, wenn das Wetter mitspielt. Für das leibliche Wohl ist mit Leckereien vom Grill und kalten Getränken gesorgt. Start ist um 12 Uhr, der Eintritt ist frei.
„Geld ist vergänglich, aber echte Stärke wird niemals vergehen”
Der Wettkampf findet in Zusammenarbeit mit der Spendengruppe Heid statt. Heißt: Der gesamte Erlös ist für den guten Zweck bestimmt. „Es geht nicht darum, mit der Veranstaltung Geld zu verdienen, sondern um die Ehre, diesen Titel zu gewinnen und mit Stolz tragen zu dürfen“, hebt Leonard Zimmermann hervor. „Dazu ist es schön, Menschen zu unterstützen, die weniger haben als wir. Geld ist vergänglich, aber echte Stärke wird niemals vergehen.“

Mehr über das Engagement und die unterstützenden Projekte der Spendengruppe Heid erfahren Interessierte hier.
