Neues Konzept für Sälzer-Gelände: „Wir geben richtig Gas“
Pläne für Wohngebiet überarbeitet
- Wenden, 30.04.2026
- Politik
- Von Lorena Klein
Wenden/Brün. Nach mehrjähriger Pause soll es auf dem ehemaligen Sälzer-Gelände in Brün nun vorangehen. Geplant ist ein modernes Wohngebiet für unterschiedliche Bedarfe. Wie es genau aufgebaut sein wird, ist in den vergangenen Monaten noch einmal neu überarbeitet worden. Das Konzept hat Architektin Birgit Hirsch am Mittwochabend, 29. April, im Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Wenden vorgestellt.

In den vergangenen Jahren rührte sich auf dem ehemaligen Gelände der Firma Sälzer kaum etwas. Der Investor, die Firma LMD Immobilien GmbH aus Welschen Ennest, kaufte das Areal vor mehr als fünf Jahren, der Abriss der alten Firmengebäude und erste Geländeveränderungen folgten kurze Zeit später. Doch seitdem herrschte Stillstand.
„Ja, es ist ein bisschen ruhig geworden über die Zeit“, räumte Marco Dornbach, Geschäftsführer von LMD Immobilien, im Ausschuss ein. Im Dezember beauftragte das Unternehmen die Architektin Birgit Hirsch aus Burbach, ein komplett neues Flächenkonzept zum Wohngebiet zu entwickeln, das auf dem ehemaligen Firmengelände mitten in Brün entstehen soll.

Um eine zeitnahe Baureifmachung zu erreichen, sei es unverzichtbar, dass sämtliche Beteiligte gut zusammenarbeiten, so Birgit Hirsch. Das Quartier sollte sich ordentlich einfügen. „Wir wollen nicht innerhalb der gewachsenen Ortslage einen Fremdkörper einbauen“, hob die Architektin hervor.
Im westlichen Teil des Geländes sind Grundstücke für insgesamt zwölf Einfamilienhäuser vorgesehen, aufgeteilt auf zwei Ebenen. Die einzelnen Grundstücke sind circa 400 bis 600 Quadratmeter groß, die Zufahrt soll jeweils über die schon bestehenden Straßen ringsherum möglich sein.
„Wir wollen nicht innerhalb der gewachsenen Ortslage einen Fremdkörper einbauen”
Auf dem östlichen Teil, der wiederum etwas tiefer liegt, sind Eigentumswohnungen mit insgesamt zwölf Wohneinheiten geplant. Diese Wohnungen sollen später über den Investor verkauft werden. Schließlich ist auch ein Spielplatz in der Mitte der Siedlung fester Bestandteil der Planungen.




Die Aufteilung der Flächen garantiere ein schön gestaltetes Quartier, das aber auch Individualität zulasse, erklärte Birgit Hirsch. Egal ob Flachdach, Satteldach, unterschiedliche Gebäudegrößen oder barrierearmes Wohnen – die Häuser seien nach Interesse und individuell gestaltbar. „Es soll keine sterile Siedlung werden.“
Auch bei der Vermarktung haben Interessenten flexible Möglichkeiten, zum Beispiel den alleinigen Kauf des Grundstücks oder eine „Paketlösung“ mit Grundstück und Bau in einem, so die Architektin.

Die Bedarfslage im Bereich Bauen und Wohnen habe sich in den vergangenen Jahren massiv verändert, weiß Birgit Hirsch. Und auch Marco Dornbach informierte auf Nachfrage aus dem Ausschuss, dass man bei der Flächenvermarktung durch die Verzögerung „quasi wieder bei null“ beginne. Die damaligen Interessenten würden jedoch zuerst angesprochen werden.
Das Genehmigungsverfahren für die notwendigen Geländeveränderungen läuft. Birgit Hirsch hofft, dass es damit zeitnah losgehen kann. „Denn es hilft auch, den Interessenten konkrete Flächen zu zeigen.“ Die Architektin betonte: „Wir geben jetzt richtig Gas!“
