SG Wenden holt sieben Medaillen bei Deutscher Berglauf-Meisterschaft
Fabian Jenne wird Achter beim Nebelhornlauf in Oberstdorf
- Wenden, 04.07.2025
- Sport
Oberstdorf/Wenden. Mit insgesamt sieben Medaillen im Gepäck sind die Läufer der SG Wenden von den Deutschen Berglauf-Meisterschaften am Nebelhorn ins Sauerland zurückgekehrt. „Gewonnen haben am Ende alle elf“, lobte Trainer Egon Bröcher, der selbst zum Urlaub in Oberstdorf blieb.

Beim traditionsreichen Nebelhornlauf, den der Veranstalter als „härtesten Berglauf Deutschlands“ bezeichnet, mussten die Athleten auf knapp 10 Kilometern 1420 Höhenmeter überwinden – bei hochsommerlichen Temperaturen eine besondere Herausforderung. „Auf einem Großteil der Strecke liegt sehr feiner Schotter. Man macht gefühlt zwei Schritte vor und einen zurück“, schilderte Fabian Jenne, schnellster Läufer der SG Wenden, seine Eindrücke. „Es war einfach viel zu steil!“




Jenne belegte in der Altersklasse M35 Rang zwei und wurde Gesamt-Achter hinter dem neuen Streckenrekordhalter Lukas Ehrle. Zusammen mit Manuel Schräder und Markus Mockenhaupt sicherte er sich Silber in der Teamwertung der Männer. Mockenhaupt holte zudem Bronze in der M45. Gemeinsam mit Tobias Lautwein, der 36. im Gesamteinlauf wurde, erkämpften sich Jenne und Mockenhaupt die Deutsche Meisterschaft in der Teamwertung M35-45. Insgesamt kamen 569 Teilnehmer ins Ziel.





Auch die Frauen der SG Wenden überzeugten. Steffi Osthoff erreichte als schnellste Läuferin des Vereins den 21. Platz im Gesamtfeld und Rang fünf in der W35. Sandra Clemens erkämpfte sich direkt dahinter Platz sechs und betonte: „Ich bin sicher, wenn ich Christl nicht die ganze Zeit vor mir gesehen hätte, hätte ich mich die letzten Meter nicht mehr so quälen können.“
Ihre Vereinskollegin Christl Dörschel, die in der W45 Bronze holte, kam nur 28 Sekunden später ins Ziel. Zusammen mit Clemens und Osthoff reichte es so hauchdünn zur Goldmedaille in der Teamwertung W35-45.
Abgerundet wurde der Medaillenregen durch Mara Lückert, die sich in der W55 Bronze sicherte. Weitere Starterinnen waren Liv Behle, die sich nach Urlaub spontan für den Lauf entschied („Ein bisschen verrückt war es schon“), SG-Neuzugang Lea Laufer sowie Ira Achenbach, die wegen der Hitze an den Verpflegungsstellen Pausen einlegen musste.
Trainer Bröcher zeigte sich hochzufrieden: „Auch das aufwendige Training im Vorfeld hat sich ausgezahlt.“ Um Höhenmeter zu sammeln, hatten seine Athleten mehrfach den Weg von Bilstein zur Hohen Bracht absolviert – und waren danach stets mit dem Auto wieder ins Tal gefahren, nur um erneut zu starten.

Am kommenden Wochenende geht es für Mara Lückert direkt weiter: Sie geht bei einem 56 Kilometer langen Traillauf an den Start. Nach dem erfolgreichen Auftritt am Nebelhorn blicken alle SG-Athleten motiviert auf die nächsten Herausforderungen.
