Sicher Kärmetze feiern: Welche Einsatzkräfte und Helfer das möglich machen

Konzept für Riesenevent


  • Wenden, 24.07.2025
  • Verschiedenes
  • Von Lorena Klein
    Profilfoto Lorena Klein

    Lorena Klein

    Redaktion


    E-Mail schreiben
Topnews
Archivfoto: Das Sicherheitskonzept der Wendener Kirmes wird erprobt. von Thomas Fiebiger
Archivfoto: Das Sicherheitskonzept der Wendener Kirmes wird erprobt. © Thomas Fiebiger

Wenden. Kirmes feiern, das ist Spaß, Geselligkeit und Unbeschwertheit. Doch auch im bunten Treiben kann es zu Gefahrensituationen, Unfällen und Konflikten kommen. Auf der Wendschen Kärmetze von Samstag bis Dienstag, 16. bis 19. August, sorgt ein großes Team für die Sicherheit der Besucher und greift in Notfällen ein.


Das Sicherheitskonzept ist fester Bestandteil der Organisation der Wendschen Kärmetze – schließlich besuchen jährlich rund 300.000 Menschen das Riesenspektakel im Sauerland. Verwurzelt sind bestimmte Vorkehrungen schon lange. Ein offizielles Konzept ist 2011, ein Jahr nach der Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg, erstellt worden.

In die Sicherheitsmaßnahmen sind über die Kirmestage zahlreiche Einsatzkräfte und weitere Helfer involviert. Dafür erhält das kleine Wenden auch Unterstützung von außerhalb.

Neuralgische Punkte im Blick

„Die Polizei zeigt sehr viel Präsenz auf der Kirmes und gerade an neuralgischen Punkten“, erklärt Marktmeisterin Nicole Williams. Dazu zählt zum Beispiel die „Knallermann“-Kurve oberhalb des Marktplatzes, die abends zum rappelvollen Hotspot für Partyfans wird.

Ebenso ist die Security auf dem Kirmesgelände unterwegs. „Da arbeiten wir seit Jahren mit einer Firma zusammen, die die Abläufe auf der Kirmes kennt. Das hat sich gut eingespielt“, betont die Marktmeisterin. Essenzielle Puzzleteile des Sicherheitskonzept sind auch die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz.

Archivfoto: Ein Party-Hotspot auf der Kirmes – rund um den Marktplatz ist es abends besonders voll. von Nils Dinkel
Archivfoto: Ein Party-Hotspot auf der Kirmes – rund um den Marktplatz ist es abends besonders voll. © Nils Dinkel

Einige wichtige Helfer im Hintergrund haben die meisten Kirmesbesucher wohl nicht auf dem Schirm. „Unser Bauhof ist alle Tage im Einsatz und hat Rufbereitschaften“, so Nicole Williams. „Die Mitarbeiter helfen, wenn Schilder umgestellt oder gestohlen wurden, Bäume wegknicken oder je nach Witterung Teile der Parkplatzflächen gesperrt werden müssen. Sie sind die Allrounder schlechthin.“ Im Vorfeld hätten außerdem der Kreis Olpe und die Straßenverkehrsbehörde einige Worte mitzureden, ergänzt Williams.

Einsatzzentrale über die Kirmestage

Für die Kirmestage wird eine eigene Einsatzzentrale eingerichtet, in der die Polizei aus dem Kreis Olpe den ganzen Tag zur Verfügung steht. Und auch die Mitarbeiter der Wendener Gemeindeverwaltung sind gefragt: „Die Zentrale wird auch von uns als Ordnungsbehörde besetzt – wir sind quasi das Bindeglied zwischen allen“, erklärt Nicole Williams.

Zu den Aufgaben gehöre dann auch, regelmäßig die aufgestellten Betonsperren zu kontrollieren und im Blick zu behalten, ob sich die Besuchermassen irgendwo stauen. „Im Grunde genommen haben wir in der Verwaltung seit vielen Jahren eine Bestandsmannschaft, die immer arbeitet, aber auch neue Kollegen kommen dazu. Wir haben auch die Schichtzeiten extra kurzgehalten“, so Williams. Dann bleibt genug Zeit, die Kirmes auch selbst zu genießen.

Archivfoto: Sicherheitskonzept der Wendener Kirmes wird erprobt. von Thomas Fiebiger
Archivfoto: Sicherheitskonzept der Wendener Kirmes wird erprobt. © Thomas Fiebiger

Damit die Wendener Kirmes für ihre Besucher ein sicherer Ort ist, sind auch immer wieder Anpassungen notwendig. „Die Entwicklung des Sicherheitskonzepts war ein laufender Prozess“, hebt Nicole Williams hervor. „Es gab immer wieder Punkte, wo man nachjustieren musste.“

Beispielsweise wird seit einigen Jahren neben der Holzbrücke über den Wendebach, die die beiden unteren Kirmesplätze verbindet, eine weitere Behelfsbrücke des Technischen Hilfswerks aufgebaut. So sollen sich die Besuchermengen dort besser verteilen. Hinzugekommen sind auch die Betonsperren an den Zugängen zur Wendener Kirmes, deren Anzahl diesmal nochmal erhöht wird. Außerdem achte die Polizei dieses Jahr besonders auf Messer und werde auch mit einem Infostand zu diesem Thema vor Ort sein, so Nicole Williams.

„Die Entwicklung des Sicherheitskonzepts war ein laufender Prozess. Es gab immer wieder Punkte, wo man nachjustieren musste.”
— Nicole Williams, Marktmeisterin bei der Wendener Kirmes

Die Kirmes soll vor allem eins sein: ein Ort der Fröhlichkeit und Ausgelassenheit, an dem friedlich gefeiert wird. „Ich spüre nicht, dass das Publikum in den vergangenen Jahren aggressiver geworden ist“, berichtet Nicole Williams von ihrem Eindruck. „Wir tun unser Möglichstes, damit sich die Leute vor Ort sicher fühlen.“

Artikel teilen: