„Wuseliger, aber ruhig“: Amazon über die heiße Phase vor Weihnachten
LokalPlus-Serie „Alle Hände voll zu tun“
- Wenden, 03.12.2025
- Verschiedenes
- Von Lorena Klein
Gerlingen. Weihnachten, das bedeutet für viele Menschen vor allem Besinnlichkeit und zur Ruhe kommen. Für einige wird es jedoch gerade in der Vorweihnachtszeit und um die Feiertage trubelig. In der Serie „Alle Hände voll zu tun“ stellt LokalPlus Menschen vor, die alles geben, damit es beim Weihnachtsfest an nichts fehlt. Heute: ein Einblick in die Arbeit im Amazon-Verteilzentrum Wenden.

Mit dem Verteilzentrum im Industriegebiet „Auf der Mark“ in Gerlingen hat Amazon seit vier Jahren auch einen Standort im Kreis Olpe. „Einer meiner Lieblingsstandorte, da er wunderschön auf dem Berg liegt“, betont Amazon-Pressesprecher Steffen Adler, der schon mehrmals vor Ort war. Mit ihm hat LokalPlus über das Weihnachtsgeschäft gesprochen.

Eines nimmt er direkt vorweg: Stressiger sei es für die Mitarbeiter vor Weihnachten nicht. Denn für die höhere Anzahl an Bestellungen werden schon lange im Voraus Vorkehrungen getroffen. „Wir fangen dann an, an die Weihnachtszeit zu denken, wenn die Eisdielen Hochsaison haben“, erzählt Steffen Adler.
In der Vorweihnachtszeit gebe es natürlich ein höheres Volumen, dafür werden für diese Phase aber auch mehr Arbeitskräfte angestellt und es seien mehr Fahrzeuge im Einsatz. „Das Volumen ist auf mehr Schultern verteilt“, so der Pressesprecher. „Etwa 150 Mitarbeiter gehören in Wenden zur Stammbelegschaft – momentan arbeiten dort rund 200.“
Eine mittlere fünfstellige Anzahl an Paketen täglich wird in Normalzeiten vom Standort Wenden auf die Reise geschickt – an der A 4 und A 45 entlang bis nach Hagen (Norden), Bad Berleburg (Osten) und Gießen (Süden). „In der Weihnachtszeit steigt diese Zahl etwa auf das Anderthalbfache“, verdeutlicht Steffen Adler. Weitere sogenannte „Peaks“ gebe es zu Ostern und vor der Urlaubssaison im Sommer.

Der Weihnachtstrubel macht sich bei Amazon schon Wochen vorher bemerkbar. „Grundsätzlich geht es rund um den Black Friday los. Der wurde übrigens ursprünglich erfunden, um das Weihnachtsgeschäft zu entzerren“, erklärt Adler.
Abgehetzt gehe es in der Weihnachtszeit nicht zu. „In der Sortierung ist es etwas wuseliger, aber allgemein läuft alles sehr ruhig“, so Steffen Adler. „Bei Hektik passieren mehr Fehler – und die können wir gerade jetzt nicht gebrauchen.“

Deshalb komme es umso mehr auf gute Planung und geregelte Abläufe an, dazwischen bleibe aber auch Zeit für die ein oder andere weihnachtliche Aktion oder Überraschung für die Mitarbeiter. Bei personellen Engpässen gehen laut Adler „auch die Manager bei Bedarf teilweise ans Band und sortieren Pakete“.
„Bei Hektik passieren mehr Fehler – und die können wir gerade jetzt nicht gebrauchen”
Im Verteilzentrum Wenden kommen bereits fertig gepackte Pakete an, die von dort aus direkt zu den Kunden geliefert werden. In den großen Logistikzentren sehen die Mitarbeiter aber auch die Inhalte. „Die Kollegen in unseren Logistikzentren haben immer die besten Geschenkideen – schließlich gehen diese durch ihre Hände“, erzählt der Pressesprecher. Größtenteils seien aber die Klassiker gefragt: Technik, Spielzeug, Dekoartikel und Kalender.
Neben Planung ist auch Pünktlichkeit das A und O. „Gerade bei Geschenken ist es wichtig, dass die Sendungen rechtzeitig ankommen“, weiß Adler. Normalerweise starten die Fahrer ab 10.30 Uhr und sind bis 20 Uhr unterwegs, in der Weihnachtszeit werden die Ausfahrzeiten jedoch oft nach vorne gezogen. „Am 24. Dezember wird noch bis zum frühen Nachmittag zugestellt“, so Steffen Adler. „An den Feiertagen ist dann aber wirklich Ruhe.“
