Zehn weitere Schafe getötet – mit „großer Gewissheit“ vom Wolf
Landwirte in Scheiderwald verzweifelt
- Wenden, 20.04.2026
- Verschiedenes
- Von Lorena Klein
Scheiderwald. Schon wieder sind im kleinen Ort Scheiderwald im Wendener Land mehrere Schafe gerissen worden. Acht tote Tiere haben die Halter am Sonntagmorgen, 19. April, in zwei Weihnachtsbaumkulturen gefunden. Zwei weitere Lämmer sind spurlos verschwunden.

Es sind die Tiere von Peter Quast, der schon anderthalb Wochen zuvor sieben seiner Schafe verloren hatte. Und sein Bruder weitere sechs (LokalPlus berichtete). In allen Fällen herrscht der Verdacht, dass der Wolf dahintersteckt.

„Mit großer Gewissheit sogar“, sagt Peter Quast, dessen Sorgen um seine verbleibenden 100 Schafe immer größer werden. Denn auf den Wildkameras der Jäger seien deutlich zwei Wölfe zu sehen gewesen.




Der Landwirt ist verzweifelt. Nur ein schnelles Handeln der Politik würde jetzt helfen, betont Quast und denkt dabei auch an die heimische Milchviehhaltung: „Wölfe passen nicht mehr in unsere heutige Kulturlandschaft.“ Seit 37 Jahren halte er mittlerweile Schafe. Wenn jetzt noch ein weiterer Wolfsriss hinzukomme, werde er damit aufhören. „So wird alles zunichte gemacht“, mahnt Peter Quast.

Für die offizielle Bestätigung, dass die Schafe vom Wolf getötet worden sind, bleibt das Ergebnis der Genetik-Proben abzuwarten. Die hat Wolfsberater Antonius Klein am Sonntagnachmittag entnommen. „Es gibt noch keine genetische Bestätigung“, so Klein. „Aber es gibt gute Gründe, den Wolf als Verursacher zu vermuten.“ Bis die Ergebnisse da sind, kann es noch einige Wochen dauern.

Auf dem Kirmesplatz in Wenden findet am Sonntag, 26. April, ab 18 Uhr ein Mahnfeuer „für Weidetierhaltung ohne Wolf“ statt.
