Zukunftspläne für Musikschule Wenden sorgen für geteilte Meinungen

Übernahme durch Stadt Olpe angestrebt


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Symbolfoto. von pixabay.com
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Wenden. Die Musikschule Wenden könnte in Zukunft ein Teilstandort der Musikschule Olpe werden. Wegen der personellen Situation an der Wendener Musikschule laufen mit der Nachbarkommune die Gespräche für eine Übernahme. Das Vorhaben ist im Wendener Rat am Mittwoch, 12. Februar, auf geteilte Meinungen gestoßen.


Der beschlossene Plan, der die Rückendeckung der Mehrheit erhielt, ist folgender: Perspektivisch soll die Stadt Olpe die Musikschule Wenden als Teilstandort der Musikschule Olpe übernehmen und verwalten. Dazu führt Bürgermeister Bernd Clemens seine Gespräche mit der Stadt Olpe weiter.

Ruhestand und geringer Stundenumfang

Anlass der Gespräche ist die personelle Situation an der Wendener Musikschule. Zum einen geht der bisherige Leiter Meinolf Wurm im August in den Ruhestand. Auch generell gestaltet sich die Suche nach Lehrkräften immer schwieriger, insbesondere da das Stundendeputat erheblich gesunken ist.

Viele Lehrkräfte können dadurch nur noch wenige Stunden pro Woche an der Wendener Musikschule tätig sein, einige von ihnen sind schon jetzt parallel bei der Musikschule Olpe angestellt. Die Musikschule in Wenden werde für Lehrkräfte uninteressanter, erklärte Bürgermeister Bernd Clemens.

Standort Schönau soll bleiben, Gebühren werden erhöht

Die Lehrkräfte der Musikschule Wenden sind zu einer möglichen Übernahme bereits informiert worden. Fest steht: Der Standort in Schönau soll bleiben, genauso wie das bisherige Fächerangebot. Auch am Stundenumfang sowie den üblichen Konzerten und Veranstaltungen soll sich nichts ändern.

Die Gebühren der Musikschule Wenden müssten den Beiträgen in Olpe angepasst und somit erhöht werden. Eine Gebührenanpassung ist laut Sitzungsvorlage jedoch nach fast sechs Jahren ohnehin überfällig, auch vor dem Hintergrund der tariflichen Lohnerhöhungen für Lehrkräfte.

Archivfoto: Weihnachtskonzert der Musikschule Wenden im Rathaus. von Gemeinde Wenden
Archivfoto: Weihnachtskonzert der Musikschule Wenden im Rathaus. © Gemeinde Wenden

Gebührenfrei war in Wenden bisher das musikalische Angebot in den allgemeinbildenden Schulen. In Olpe müssen dafür 22 Euro pro Monat gezahlt werden. In den Olper Grundschulen wird diese Gebühr jedoch teilweise vom JeKits-Programm („Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“) übernommen. Dieses Programm treibe erfahrungsmäßig auch die Zahlen an den Musikschulen in die Höhe, erklärte Bastian Dröge, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste.

In Vergangenheit hatte sich der Wendener Gemeinderat gegen die Landesförderung durch JeKits und für die Gebührenfreiheit ausgesprochen. Vor dem Hintergrund der Musikschulen-Fusion käme die Option für die Wendener Grundschulen allerdings wieder ins Spiel.

Kleiner Standort gefährdet?

Doch nicht alle Ratsmitglieder waren mit den möglichen Zukunftsplänen für die Wendener Musikschule einverstanden. So äußerte der UWG-Fraktionsvorsitzende Thorsten Scheen deutliche Bedenken. Schon einmal seien ähnliche Gespräche, damals mit den Kommunen Olpe und Drolshagen, gescheitert.

Im Vergleich zur Größe der Musikschule in Olpe sehe er den Wendener Standort in Schönau gefährdet. „Wenn wir die Aufgabe an die Stadt Olpe übergeben, wird niemanden interessieren, wie die Musikschule in Wenden zukunftsfähig wird“, so Scheens Vermutung. Catrin Stockhecke-Meister (SPD) forderte, die Musikschule Wenden im Falle einer Übernahme „als Teil und nicht als kleinen Bruder“ der Musikschule Olpe zu behandeln.

Bei der Abstimmung gab es fünf Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen. Bis Mai soll ein konkreter Beschlussvorschlag vorliegen. Eine Übernahme der Musikschule Wenden durch die Stadt Olpe könnte dann zum Schuljahr 2025/26 stattfinden.

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