Nachrichten Kultur
Lennestadt, 23.08.2021

„Im weißen Rössl“ drei Mal ausverkauft

Witz, Charme, Berliner Schnauze: Operette begeistert mehr als 1000 Besucher

Jubel und strahlende Gesichter am Ende der Vorstellung: Drei Mal sangen und spielten die 40 Darsteller auf dem ausverkauften Rathausplatz.
Jubel und strahlende Gesichter am Ende der Vorstellung: Drei Mal sangen und spielten die 40 Darsteller auf dem ausverkauften Rathausplatz.
privat
Altenhundem. Drei Vorstellungen. Drei Mal ausverkauft. Drei Mal fantastische Darsteller und Musiker, drei Mal ein begeistertes Publikum. Kurzum: Die GymSL-Aufführungen der Operette „Im weißen Rössl“ als krönender Abschluss der Kulturellen Woche in Lennestadt waren ein voller Erfolg.

Sorgenvoll warfen die Veranstalter am Sonntag, 22. August, immer wieder einen Blick gen Himmel: Während für die Vorstellungen am Freitag und Samstag, 20. und 21. August, immer gutes Wetter gemeldet war, sah es laut Wettervorhersage für das „Finale“ am letzten Tag düster aus. Was niemanden der 340 Besucher – vom Grundschul- bis ins hohe Seniorenalter - davon abhielt, seinen Platz auf dem Rathausplatz einzunehmen und gespannt auf die ersten Klänge zu warten.

Nicht weniger gespannt war Bürgermeister Tobias Puspas. Auch wenn es seine nunmehr dritte Aufführung war, so freute er sich doch sichtlich auf diese Vorstellung: Originalgetreu in Trachten-Lederhose gekleidet, hieß er die Gäste willkommen. „Glückwunsch, Sie haben es ins Finale geschafft!“, rief er und gab den Startschuss für die 40 Darsteller vom Gymnasium der Stadt Lennestadt sowie die Junge Philharmonie Lennestadt. Und los ging die Reise ins Salzkammergut, ins Gasthaus „Im weißen Rössl“ am Wolfgangsee…

Dreieinhalb Stunden vergehen wie im Flug

Dreieinhalb Stunden sollte diese Reise dauern, inklusive zwei Pausen und ständigem Beifall. Zeit, die wie im Fluge verging. Ob das an dem charmant-chaotischen Leopold lag, der mit verzweifelter Tolpatschigkeit um die Gunst seiner angebeteten Rössl-Wirtin Josepha „Beppi“ Vogelhuber warb? Oder an ebendieser Dame, die ihrem Oberkellner mit ebenso vehementer Hartnäckigkeit einen Korb nach dem anderen gab? Am selbstsicher über die Bühne stolzierenden Dr. Siedler, angeschmachtet von Beppi, verabscheut von Leopold?

Vielleicht waren es aber auch das schüchtern lispelnde Klärchen, der glatzköpfige, aber schöne Siegesmund, das verliebte Brautpaar - egal ob im Hochzeits-Outfit oder im gestreiften Schwimm-Dress mit Flossen an den Füßen - oder der treue Kellner Piccolo, die die Besucher begeisterten.

Nicht zu vergessen die süße Ottilie, die als einzige ihren hitzköpfigen, ständig stänkernden Vater Hemdhosenfabrikant Wilhelm Giesecke im Griff hatte. Oder das wunderbar jodelnde Postfräulein Kathi, die fröhlichen Stallmädchen oder – stillgestanden, bitte! - der ehrwürdige Kaiser, der ironisch schmunzelnd auf seinem Dampfschiff die Bühne eroberte.

Die Reihe ließe sich unendlich weiterführen – letztlich war es jeder einzelne der 40 Darsteller aus der Mittel- und Oberstufe des GymSL zusammen mit Ehemaligen und Lehrern, der das Publikum komplett in seinen Bann zog. Da wurde geschunkelt und gesungen, geklatscht und gejubelt.

„Es muss was Wunderbares sein...“

Gerne hätte der ein oder andere gewiss den leidenden Leopold getröstet, wenn er wieder und wieder und immer deprimierter sein „Es muss was Wunderbares sein…“ sang. Dementsprechend mitleidsvoll waren die Rufe aus dem Publikum, sicherlich hielt der ein oder andere schon ein Taschentuch bereit, wenn der Oberkellner mal wieder in Tränen ausbrach.


Nicht nicht nur er überzeugte mit Gesang und Schauspiel: Alle jungen Talente auf der Bühne gingen vollkommen in ihren Rollen auf, verkörperten sie mit Witz, Charme und Berliner Schnauze. Und immer wieder war aus den Reihen die verblüffte Frage zu hören: „Warum können die denn alle so gut singen???“

Und am Ende? Da war natürlich alles gut. Drei strahlende Pärchen, zwei zufriedene Väter, ein Bürgermeister Puspas mit eigener Sprechrolle und ein 19-jähriges Geburtstagskind, dem die 300 Besucher und alle Darsteller auf der Bühne ein Ständchen sangen. Und: Es hat nicht einen Tropfen geregnet.

Bleibt nur zu sagen: Gerne wieder...

Ein Artikel von Kerstin Sauer

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