Nachrichten Politik
Kreis Olpe, 14.01.2022

LP-Gespräch mit Bernd Banschkus und Christin-Marie Stamm

SPD im Kreis Olpe will schnelleren L 512-Ausbau und mehr Geld für den ÖPNV

SPD-Landtagskandidatin Christin-Marie Stamm und der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Bernd Banschkus.
SPD-Landtagskandidatin Christin-Marie Stamm und der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Bernd Banschkus.
Wolfgang Schneider
Kreis Olpe. Verkehrswege, ÖPNV-Zukunft, Klimawandel und Schaffung von Wohnraum – diese Themen standen im Mittelpunkt des Gespräches, zu dem der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Bernd Banschkus, und SPD-Landtagskandidatin Christin-Marie Stamm LokalPlus am Donnerstag, 13. Januar, eingeladen hatten.

Den Ausbau der L 512 zwischen Olpe und Attendorn, der mit ersten (Vor-)Arbeiten in diesem Jahr beginnen soll, begrüßen die beiden Sozialdemokraten ausdrücklich. Schließlich soll das 88 Millionen Euro teure Bauvorhaben nicht nur durch den Neubau von Kreisverkehren und den dreistreifigen Ausbau zwischen Kraghammer Sattel und Schnütgenhof den Verkehrsfluss verbessern. Geplant sind auch die Erweiterung von Parkplätzen, die Verbreiterung der Radwege und der Bau einer Radwegbrücke, um Impulse für die Naherholung geben. Hinzu kommt der Ersatzneubau der Brücken Ihnetal, Dumicketal und Listertal.

„Bauzeit von zehn Jahren ist zu lang“

Was die Sozialdemokraten stört, ist der vorgesehene Zeitrahmen, der bis über das Jahr 2032 hinaus reicht. „Eine Bauphase von mehr als zehn Jahren an einer der Hauptverkehrsadern im Kreis Olpe ist uns eindeutig zu lang“, so Banschkus. „Wir fordern eine schnellere Umsetzung, beispielsweise durch Vollsperrungen während der Ferienzeiten“, ergänzte Stamm.

Zudem ärgerte sich Banschkus, dass die Einrichtung des geplanten neuen Bahnhaltepunktes unterhalb des Biggestaudamms sich seit Jahren verzögert. „Da geht es um ein paar Zentimeter bei der Bahnsteighöhe und deshalb tut sich seit Jahren nichts.“

„Guter ÖPNV nicht zum Nulltarif“

Ein großes Thema für die SPD ist die Zukunft des ÖPNV in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein, für den derzeit die Leitlinien erarbeitet werden. „Da haben wir andere Vorstellungen als die Kreisverwaltung. Wir wollen eine Verbesserung für die Menschen. Und es ist vollkommen klar, dass das nicht kostenlos geht“, erklärte Banschkus. Man müsse sich von der Vorgabe, der ÖPNV dürfe die Kreise nichts kosten, verabschieden. „Einen guten ÖPNV gibt es nun mal nicht zum Nulltarif. Aber er ist ein wichtiger Baustein für die Attraktivität unserer Region“, sagte Stamm.


Ein heißes Eisen in vielen Kommunen ist schon seit längerem der Mangel ein Baugrundstücken und der Anstieg der Miet- und Immobilienpreise. SPD-Fraktionschef Bernd Banschkus ist der Meinung, dass der Baulandmangel mancherorts selbst gemacht ist. „Die Kommunen sollten mal ihre Flächennutzungspläne radikal überarbeiten und alte, ungenutzte Wohnbauflächen streichen. Dann bekommen sie von der Bezirksregierung auch die Genehmigung, neue Baugebiete auszuweisen.“

Gut gelaunt zum Jahresbeginn: SPD-Landtagskandidatin Christin-Marie Stamm und Kreistagsfraktionschef Bernd Banschkus.

Christin-Marie Stamm weiß als Ratsmitglied in Olpe, dass dort der Schuh besonders drückt und etwa 600 Interessenten auf der Liste für städtische Baugrundstücke stehen. „Es muss mehr gebaut werden dürfen, nicht nur in den Kernstädten, sondern auch auf den Dörfern. Dann aber nicht nur Einfamilienhäuser, sondern verstärkt Mehrfamilienhäuser. Nur dann gelingt es, genügend Wohnraum zu schaffen, der auch bezahlbar ist“, findet sie.

Die Landtagskandidatin setzt sich für mehr Themen Bildung und Bildungsgerechtigkeit („Das ist mein Herzensthema.“) dafür ein, dass die Kita-Gebühren und die Gebühren für Meisterkurse abgeschafft werden.

Straßenausbaubeiträge abschaffen

Außerdem ist ihr eine nachhaltige Klimapolitik sehr wichtig. Christin-Marie Stamm: „Wir stecken in einer richtigen Klimakrise. Das sieht man auch daran, wie viel Wald hier im Sauerland verschwunden ist. Hier muss eine nachhaltige Wiederaufforstung her.“


Falls sie im Mai in den Landtag einzieht, will sich Stamm auch für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge und die Ertüchtigung der Ruhr-Sieg-Strecke einsetzen. Auch für eine Bahnanbindung des Kreises Olpe in Richtung Köln ist sie mehr als offen und unterstützt die Idee, die Studenten der Uni Siegen dazu entwickelt haben (LokalPlus berichtete).

Ein Artikel von Wolfgang Schneider

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