Nachrichten Politik
Wenden, 17.02.2021

Interessengemeinschaft gegründet

Konkrete Vorschläge für Verbesserung der Verkehrssituation in Gerlingen

Vertreter der Initiative „Besser leben in Gerlingen“ präsentieren Vorschläge für eine Verkehrsentlastung des Ortes.
Vertreter der Initiative „Besser leben in Gerlingen“ präsentieren Vorschläge für eine Verkehrsentlastung des Ortes.
privat
Gerlingen. Ausgelöst durch die Berichterstattung über die Ansiedlung von Amazon im Gewerbegebiet „Auf der Mark“ haben sich Gerlinger Bürger zur Interessengemeinschaft „Besser leben in Gerlingen“ (BliG) zusammengeschlossen. Die Initiative will konstruktive Vorschläge zur Entlastung der Ortsdurchfahrt erarbeiten. Damit soll eine Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität erreicht und Gerlingen wieder lebenswerter werden.

Sprecher ist der im Herbst 2020 neu gewählte Ortsvorsteher Benjamin Hacke. „Wir schauen nicht zurück, sondern richten unseren Blick nach vorne und konzentrieren unsere Aktivitäten, darauf umsetzbare Alternativen zu erarbeiten. Wir sind überparteilich und offen für die Zusammenarbeit mit allen Personen und Institutionen die uns dabei unterstützen. Unser Ziel ist es, die Verkehrssituation in Gerlingen zeitnah und nachhaltig zu verbessern. Dadurch werden die Wohn- und Lebensqualität in Gerlingen, die Transportwege für Gewerbetreibende und der Verkehrsfluss für Transit-Autofahrer deutlich optimiert“, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative.

So könnte eine Ortsumgehung aussehen.

BilG hat inzwischen zwei Varianten zur Ortsentlastung vorgelegt: zum einen einen von Jonas Heymann erarbeiteten Entwurf einer Ortsumgehung und zum anderen einen Entwurf zum Anschluss des Gewerbegebietes an die Autobahn A 4. Diese und gegebenenfalls noch weitere Varianten sollen nach dem Willen der Initiatoren in einer Machbarkeitsstudie geprüft und bewertet werden.

Vorschlag der Initiative für eine zusätzliche Autobahnanschlussstelle.

Darüber hinaus hat BliG Ergänzungswünsche zur Verkehrsflussanalyse formuliert und der Gemeindeverwaltung sowie den im Rat vertretenen Fraktionen zugeleitet. Über die Aktivitäten der Initiative kann man sich auf der Internetseite des Vereins für Dorfgemeinschaftsaufgaben Gerlingen unter dem Reiter BliG informieren.

Außerdem hat die Gruppe im Internet eine Petition gestartet und hofft dabei auf viele Unterstützer.

Die Initiative bittet alle im Rat vertretenen Parteien, „das für uns Gerlinger so wichtige Thema nicht für parteipolitische Auseinandersetzungen zu nutzen. Nach den bisherigen Rückmeldungen besteht offensichtlich ein parteiübergreifender Konsens. Eine einvernehmliche Entscheidung würde ein starkes Votum für die Gespräche auf Landes- oder Bundesebene darstellen.“

Antrag der CDU-Ortsunion

Auch die CDU-Ortsunion Gerlingen/Elben hat das Thema Verkehrsbelastung in Gerlingen aufgegriffen und für die nächste Sitzung des Gemeinderates am 17. März einen entsprechenden gestellt. Darin heißt es unter anderem:

  • Es wird eine Machbarkeitsstudie für eine mögliche Ortsumgehung erstellt.
  • Im Rahmen einer weiteren Machbarkeitsstudie wird eine zusätzliche Autobahnabfahrt für Gerlingen – ob über die A 4 oder die A 45 – zur Anbindung des Industriegebietes „Auf der Mark“ geprüft - unabhängig davon, ob das interkommunale Industriegebiet „Ruttenberg“ erschlossen wird.
  • Die Verwaltung prüft, ob der Bebauungsplan für das Industriegebiet „Auf der Mark“ nicht dahin gehend zu ändern ist, dass sich kein weiteres Logistikunternehmen (wie Amazon) dort ansiedeln kann.
  • Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, die Ampelschaltungen sämtlicher Anlagen zwischen Gerlingen und Dahl/Friedrichsthal mit allen beteiligten Behörden grundlegend und dauerhaft zu optimieren.
UWG: Alle Ideen müssen auf den Tisch

Die UWG Wenden verweist in einer Stellungnahme darauf, dass sie das Thema „Ortskernentlastungstraße bereits in Sitzungen im Dezember und Anfang Februar zur Sprache gebracht habe, es damals aber seitens der Verwaltung geheißen habe, dieser Zug sei abgefahren.


Wenn die CDU nun das Thema aufgreife, „freuen wir uns außerordentlich, wenn unsere Vorschläge und Gedanken auch bei anderen Parteien auf fruchtbaren Boden fallen“, heißt es auf der Homepage der UWG..

Denn in puncto „Verkehrsbelastung Gerlingen“ sei es zielführend, wenn alle lokalen Beteiligten „an einem Strang“ ziehen. Die UWG weiter: „Alle Ideen müssen auf den Tisch! Die schon bis dato untragbare Situation wird durch die nicht mehr zu verhindernde Ansiedlung eines Amazon-Verteilzentrums noch zusätzlich verschärft.“

(LP)

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