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Kirchhundem, 16.03.2021

Ein Zuhause für Menschen mit Behinderung

focus-Wohnhaus Am Cölschen Heck: Hier ist Leben drin

Das Caritas focus-Wohnhaus in Welschen Ennest.
Das Caritas focus-Wohnhaus in Welschen Ennest.
Christine Schmidt
Welschen Ennest. Das focus-Wohnhaus „Am Cölschen Heck“ in Welschen Ennest: Hier ist Leben drin. Seit einem Jahr haben Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen hier ein neues Zuhause gefunden.

Etwas versteckt, aber doch mitten im Ortskern von Welschen Ennest liegt das fünfte focus-Wohnhaus des Netzwerks für Leben & Wohnen des Caritasverbandes Olpe. Hier wird das Motto „Caritas. Nah. Am Nächsten.“ gelebt.


Ein heller, freundlicher und großzügiger Eingangsbereich empfängt Besucher sowie Bewohnerinnen und Bewohner. Die alte Villa Neuhaus wurde vom Architekturbüro Fleper in das neue Gebäude integriert, sodass sich Alt- und Neubau perfekt ergänzen und der historische Charme erhalten bleibt.

24 Plätze stehen hier für Menschen ab 18 Jahren, die geistig oder körperlich gehandicapt sind, zur Verfügung. Schon alle sind belegt, und auch die ersten Bewohnerinnen und Bewohnersind bereits im Oktober 2020 eingezogen. Sie sind in kleine Gruppen aufgeteilt, wie in einer richtigen WG eben.


Jeder hat sein eigenes Zimmer, das manch einer schon liebevoll eingerichtet hat. Auch ein eigenes Badezimmer mit barrierefreier Dusche steht jedem zur Verfügung.

Wärme und Gemütlichkeit

Die Fenster in den Schlafzimmern sind bodentief. So kommt nicht nur viel Licht rein, auch Rollstuhlfahrer haben eine schöne Aussicht ins Grüne. Die Zimmer sind bereits mit Bett und Schrank ausgestattet. Die Bewohner dürfen aber auch gerne ihre eigenen Möbel von zu Hause mitbringen.


Bei der gesamten Gestaltung habe man sich immer gefragt: „Wie möchte ich selbst wohnen?“, erklärt Alexandra Hesse vom focus - Netzwerk für Leben & Wohnen des Caritasverbandes. Wärme und Gemütlichkeit seien deshalb wichtige Faktoren bei der Umsetzung gewesen. „Die Bewohner sollen sich hier wohlfühlen. Ganz wie zu Hause“, sagt Hesse.

Gemeinsam als Gruppe Zeit verbringen

Und das tun sie. Gemeinsam sitzen sie oft im großen Gemeinschaftsraum, den jede WG hat. Hier wird gegessen, gespielt oder auch einfach nur gequatscht. Eine Fernsehecke, eine Küche und Balkon gehören ebenfalls zu jeder Wohngruppe.


„Sie sind so glücklich, hier sein zu dürfen. Sie feiern gemeinsam, gehen spazieren...“, erzählt Alexandra Hesse. Die Bewohner dürfen sich im Haus frei bewegen und bekommen bei Problemen immer Hilfe von den Mitarbeitenden. Rund um die Uhr ist eine Fachkraft vor Ort.

Alexandra Hesse (li.), Leiterin des focus-Netzwerkes Leben & Wohnen und Gruppenleiterin Florina Reuber.

Hesse erklärt: „Unsere Bewohnerinnen und Bewohner sollen hier lernen selbstständig zu arbeiten. Jeder erhält einen eigenen Hilfeplan mit seinen Zielen, der zum Erhalt oder der Erweiterung der Selbstständigkeit führen soll. Sie bekommen so viel Hilfe wie nötig.“


Alle WG-ler gehen tagsüber arbeiten - meistens in den Werthmann Werkstätten -, um einen strukturierten Alltag zu haben.


Im Haus gibt es weitere Besonderheiten, die von den Bewohnern genutzt werden können: Unter anderem gibt es ein extra Pflegebad mit großer Badewanne, einem höhenverstellbaren Waschbecken und besonderen Lichtern - eine kleine Wellnessoase. Der Außenbereich ist noch nicht vollständig fertig gestellt, hier ist ein Sinnesgarten geplant.

Großes Areal soll weiter genutzt werden

Außerdem soll das focus-Wohnhaus weitere Nachbarn bekommen. Das gesamte Areal umfasst eine Größe von rund 14.000 Quadratmetern, erklärt Gebäudemanager Gerrit Jaspers. Die Caritas plant, einen weiteren leerstehenden Gebäudekomplex in ein Wohnhaus für ältere, pflegebedürftige Menschen umzubauen.


Außerdem soll auch die Caritas-Geschäftsstelle, die aktuell in Rhode sitzt, nach Welschen Ennest ziehen. Hier habe man nicht nur viel mehr Platz, sondern mit dem Ort Welschen Ennest eine super Infrastruktur und die Nähe zu den Menschen - „Caritas. Nah. Am Nächsten“.

Infos

Tagesstruktur:

  • 24 Plätze gibt es für die Tagesstruktur (12 interne und 12 externe Nutzer), die in einem abgegrenzten Bereich untergebracht ist und bald eröffnet.
  • Richtet sich an ältere und älter werdende Menschen mit und ohne Behinderung, denen es schwerfällt, ihren Tag selbst zu gestalten.
  • Die Mitarbeitenden helfen dabei, einer Beschäftigung nachzugehen, neue Interessen zu entwickeln, Hobbys zu pflegen, Teil einer Gemeinschaft zu sein sowie den Tag erfüllend zu gestalten.

Ein Platz steht im focus-Wohnhaus als Kurzzeitbetreuungsmöglichkeit zur Verfügung und kann von interessierten Menschen mit Behinderung außerhalb der Einrichtung genutzt werden. Das bietet Entlastung in familiären Krisensituationen sowie Möglichkeiten, die Einrichtung kennenzulernen und erste Eindrücke zu sammeln.

Ein Artikel von Christine Schmidt

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