Nachrichten Ratgeber Steuern
Kreis Olpe, 10.09.2021

Konflikte bei Wiederverheiratung durch weitsichtige Planung vermeiden

Diplom-Betriebswirt Peter Vogelsang informiert darüber wie man Konflikte beim Erbfall nach einer zweiten Hochzeit vermeiden kann.
Diplom-Betriebswirt Peter Vogelsang informiert darüber wie man Konflikte beim Erbfall nach einer zweiten Hochzeit vermeiden kann.
Grafik: Sophia Poggel
Kreis Olpe. Mittlerweile ist bei mehr als 30 Prozent aller Hochzeiten in Deutschland zumindest ein Ehepartner schon einmal verheiratet gewesen. Wer zum zweiten Mal heiratet, sollte sich über die erbrechtlichen Folgen einer Eheschließung informieren, wenn aus der ersten Ehe Kinder existieren. Zwischen dem neuen Ehepartner und den Kindern aus der ersten Ehe kann es zu schwerwiegenden Konflikten kommen. Diplom-Betriebswirt Peter Vogelsang informiert darüber, wie durch eine weitsichtige Beratung Probleme vermieden werden können.

Verstirbt zum Beispiel der Vater, der nach dem Versterben der ersten Frau erneut geheiratet hatte, dann bilden dessen Kinder mit der neuen Ehefrau eine Erbengemeinschaft, die zusammen den Nachlass in Besitz nehmen und verwalten und eine Einigung über die Auseinandersetzung des Nachlasses herbeiführen muss. Je nach Zusammensetzung des Nachlasses sind Konflikte zwischen den Kindern und der zweiten Ehefrau vorprogrammiert.

Problematisch wird es insbesondere dann, wenn zum Beispiel ein Teil des Nachlasses aus dem Vermögen der verstorbenen Mutter stammt und nunmehr die zweite Ehefrau als Mitglied der Erbengemeinschaft Ansprüche auf diese Vermögensgegenstände geltend machen kann.

Symbolfoto

Um spätere Konflikte möglichst zu vermeiden, sollte bereits vor der erneuten Heirat eine vertragliche Regelung zwischen den zukünftigen Ehegatten geschlossen werden. Durch einen Zugewinnausgleichsverzicht und den Verzicht auf Pflichtteilsansprüche sowie entsprechende testamentarische Regelungen kann der zweite Ehegatte von dem Erbe ausgeschlossen werden.

Soll der Ehegatte dennoch finanziell abgesichert werden, kann durch eine Vor- und Nacherbschaft gewährleitstet werden, dass nach dem Versterben des zweiten Ehegatten der Nachlass an die eigenen Kinder geht und nicht etwa an die Kinder des zweiten Ehegatten aus dessen erster Ehe.

Symbolfoto

Durch ein Wohnrecht an der selbstgenutzten Immobilie kann der Ehegatte zusätzlich abgesichert werden, wobei auch ein Wohnrecht zu Konflikten mit den Erben als neuen Eigentümern führen kann.

Man kann auch schon während der ersten Ehe für den Fall vorsorgen, dass nach dem Versterben eines Ehepartners der länger Lebende erneut heiratet. Durch eine testamentarische Wiederverheiratungsklausel muss der überlebende Ehegatte vor der erneuten Heirat mit dem neuen Ehepartner einen Zugewinnausgleichs- und Pflichtteilsverzicht vereinbaren.

(LP)

Ausbildung im Kreis Olpe


Panagiotis Papadopoulos - Azubi Industriekaufmann
Panagiotis Papadopoulos
Azubi Industriekaufmann
#TehnikCamp - #LEWAzubis besuchen Schulen

Bald gehen die Herbstferien los und somit auch unsere TechnikCamps! 🔜
Die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange – unsere #LEWAzubis besuchen fleißig Schulen in unserer Region und stellen unser TechnikCamp vor. 🏫...

#weiterlesen
Fabian Schulte - Ausbilder - FinanzwirtIn
Fabian Schulte
Ausbilder - FinanzwirtIn
#Stelldichvor #Ausbilder/inDualeAusbildung

Hallo zusammen,

heute haben wir wieder wie letzte Woche eine etwas andere Art von #Stelldichvor für Euch.😀

Heute möchten wir uns als Ausbildungsteam für die duale Ausbildung vorstellen!🙏

1. Wer sind wir?
<...

#weiterlesen
Patrick Toffel - Ausbildungsleitung
Patrick Toffel
Ausbildungsleitung
Ausbildung 2022

Aufgepasst liebe Leute! 😲

Wir suchen für den Ausbildungsstart 2022 wieder neue Bewerber für unser Team. 💪

Wenn Ihr also noch noch keine Pläne habt und Euch die Arbeit im Team gefällt, dann schickt&nbs...

#weiterlesen

Bildergalerie: Konflikte bei Wiederverheiratung durch weitsichtige Planung vermeiden